Schwarze Protestbewegung in den USA erhält unerwartet Gegenwind
Schwarze Protestbewegung in den USA erhält unerwartet Gegenwind
Datum: 10.06.2020 - 08:16 Uhr
Fast sieben Prozent der Einwohner der USA sind asiatischer Abstammung. Allein in Kalifornien leben sechs Millionen Migranten chinesischer, japanischer, indischer, vietnamesischer, philippinischer ider koreanischer Abstimmung. In der Regel ist die asiatische Minderheit in den USA zwar gegenwärtig, gleichzeitig aber auch irgendwie unsichtbar. Man bleibt unter sich, Probleme löst man innerhalb der Gemeinschaft. Aufbegehren gegen die Politik oder zu protestieren oder wie aktuell die schwarze Protestbewegung gar zu randalieren, zu plündern und die Innenstädte mit Gewaltorgien zu überziehen, liegt den US-Asiaten nicht wirklich im Blut.
Allerdings hat man sich jetzt doch in vielen Orten zumindest zu größeren Versammlungen eingefunden, um gegen den Rassismus in den USA zu demonstrieren - um genau zu sein: gegen den schwarzen Rassismus. Deren Slogan »Black lives matter« (Schwarze Leben zählen) sei nur ein Vorwand, um die Gewalt in die Straßen zu tragen. »Unsere Geschäfte werden seit Beginn der sogenannten Proteste überall in den USA geplündert, ausgeraubt und zerstört. Es sind immer schwarze Jugendliche. Das hat doch mit Demonstration nichts zu tun, das ist pure Gewalt, das sind Verbrechen«, sagt dazu stellvertretend Restaurantbesitzer Huang Yuanji.
»Wir Asiaten sind eine schwache Gruppe«, so Huang weiter, »wir wagen es nicht zu sprechen, auch wenn unsere Geschäfte bei den Protesten zerschlagen werden. « Die Schwarzen hingegen stünden unter dem Schutz der sogenannten »politischen Korrektheit« und würden sich daher Freiheiten und Gesetzesbrüche erlauben dürfen, »aber Asiaten hier sind durch nichts geschützt.« Er empfinde dieses von bestimmten politischen Gruppen und Lobbyisten geförderte Ungleichgewicht als schwarzen Rassismus.
Traurig stellt Huang die rhetorische Frage: »Was würde passieren, wenn eine solche Tragödie wie die von George Floyd einen asiatischen Amerikaner treffen würde?«
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