Schusswechsel in der Region Bergkarabach
Schusswechsel in der Region Bergkarabach
Datum: 05.08.2022 - 10:28 Uhr
Der Kaukasus-Krieg zwischen dem auf Expansion ausgerichteten muslimischen Aserbaidschan und den beiden christlichen Staaten Armenien und der Republik Arzach sind erneut aufgeflammt. Streitpunkt ist diesmal der unter russischer Vermittlung zustande gekommene Latschin-Korridor, den Aserbaidschan nun einseitig verändern will. Die neue Route aber würde weitere Gebiete der Republik Arzach vom Kernland separieren. In dieser angespannten Stimmung kam es zu mehreren Schusswechseln, wobei der Auslöser nicht festzustellen ist. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld für die neue Eskalation. Russland hat sofort reagiert und sein in der Region zur Friedenswahrung stationiertes Kontingent aufgestockt.
Während Russland primär Armenien und die Republik Arzach unterstützt, erfährt Aserbaidschan nicht nur Unterstützung aus anderen muslimischen Ländern wie in diesem Fall vor allem vom türkischen Despoten Erdogan. Auch die EU in Person Ursula von der Leyen hofierte mehrfach den aserbaidschanischen Machthaber Ilham Alijew.
Obwohl bekannt ist, dass Alijew in Aserbaidschan ein ähnliches politisches totalitäres System etabliert hat wie sein guter Freund Erdogan in der Türkei, dankte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Alijew vor Kurzem in Baku für vermehrte »Unterstützung«, lobhudelte Aserbaidschan als »zuverlässigen, vertrauenswürdigen Partner« und vermied jedwede Kritik. Um Worte wie »Demokratie« und »Frieden« machte von der Leyen einen großen Bogen.
Die verfolgten und attackierten Christen in Armenien und der Republik Arzach (von Russland als eigenständiger Staat anerkannt, von der EU und der NATO kurioserweise nicht) hoffen weiter auf die russischen Friedenstruppen, schreibt Armenia News.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment