Schulzens SPD beschließt Wahlprogramm für mehr Gerechtigkeit

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Schulzens SPD beschließt Wahlprogramm für mehr Gerechtigkeit
Datum: 26.06.2017 - 07:53 Uhr

Die Dortmunder Westfalenhalle war am Wochenende Schauplatz einer Selbstbeweihräucherung allererster Güteklasse. Die SPD versuchte einmal mehr, eine Propagandaveranstaltung nach Vorbild der SED zu zelebrieren. Die nahezu komplette Inhaltsleere wurde durch Geschlossenheit zu kaschieren versucht. Und selbstverständlich durch minutenlanges Feiern des Hauptredners und sich selbst; Bilder, wie man sie zu genüge von politischen Selbstdarstellern kennt. 

Schulz und seine selbst bei den parteinahen Meinungsforschungsinstituten im freien Fall befindliche SPD haben die Gerechtigkeit als Schwerpunkt für ihren Wahlkampf auserkoren. Gerade Schulz, der in den letzten beiden Jahrzehnten als Eurokrat in Brüssel quasi keinerlei Berührungspunkte mit der Gerechtigkeit hatte und unter anderem als EU-Präsident Sitzungsgelder eingesackt hat, ohne überhaupt an den Sitzungen teilzunehmen, führt dieses Thema in Person ad absurdum.

Doch die SPD ist immer in der Lage, bei den Peinlichkeiten noch eine Zugabe zu liefern. Weil es gegenwärtig alles andere als rund läuft, hat man sich entschlossen, für die Veranstaltung in Dortmund noch ein Zugpferd vor den Karren zu spannen: man reaktivierte den alten Ackergaul Gerhard Schröder, der im Grunde genommen irgendwo in der Provinz sein Gnadenbrot erhielt, um noch einmal Feuer zu entfachen.

Aber ausgerechnet Gerhard Schröder, einer der Mitinitiatoren des größten sozialen Verbrechens an den Bürgern in den letzten 70 Jahren (Stichwort: Agenda 2010), zum Thema Gerechtigkeit sprechen zu lassen, ist nun wirklich ziemlich eigenwillig.

Sven von Storch

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