Schulzens Rentenplan stellt sich als Rohrkrepierer heraus

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Schulzens Rentenplan stellt sich als Rohrkrepierer heraus
Datum: 08.06.2017 - 07:39 Uhr

Es sollte der Befreiungsschlag sowohl für die Kanzlerschaftskampagne von Schulz wie auch für den Bundestagswahlkampf der SPD werden: das gestern vom Spitzenkandidaten Schulz und der Arbeitsministerin Nahles vorgestellte Rentenkonzept sollte der SPD Rückenwind bringen und sowohl die Partei wie auch ihren Kandidaten aus dem Stimmungstief katapultieren. Heraus gekommen ist, wie bei Schulz so oft, wieder einmal nichts anders als heiße Luft in Form von jeder Menge nichtssagender Phrasen.

»Wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll von seiner Rente leben können«, sagte Schulz bei der Vorstellung eines Konzeptes, das irgendwie so wirkt, als sei es noch nicht komplett durchdacht oder ausgearbeitet. Da hilft es auch wenig, dass Schulz zwei weitere Phrasen hinterher schiebt. Alt und jung, Frauen und Männer, Arme und Reiche müssen sich auf die Rente verlassen können, lässt er verlauten. Und natürlich will man das Absinken des Rentenniveaus stoppen.

Wirklich konkret aber werden Nahles oder Schulz nur in minimalen Teilbereichen. Das, was sie dazu dann von sich geben, ist überdies nicht sonderlich sozialdemokratisch. Das Renteneintritttsalter soll nicht weiter herauf gesetzt werden, sondern bei 67 Jahren festgelegt bleiben. Von einer Absenkung auf die vormals geltende Altersgrenze von 65 Jahren ist längst keine Rede mehr. Wer sein Leben lang treu und pflichtgemäß in die Altersvorsorge eingezahlt hat, erhält eine etwa zehn Prozent höhere Rente als jemand, der wenig oder gar nichts in die Kasse eingezahlt hat. Und final soll es einen neuen Generationenvertrag geben; die jungen Menschen sollen also wieder verstärkt zur finanziellen Ader gelassen werden, damit der Staat sich aus seiner Verantwortung stehlen kann.

 

 

 

Sven von Storch

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