Schulz soll als EU-Parlamentarier Vetternwirtschaft betrieben haben
Schulz soll als EU-Parlamentarier Vetternwirtschaft betrieben haben
Datum: 24.02.2017 - 07:24 Uhr
Schulz hat, so lauten die Vorwürfe, während seiner Zeit im Europaparlament fragwürdige Entscheidungen bei Beförderungen und Prämienzahlungen getroffen. So habe ein Mitarbeiter von Schulz laut »Huffington Post« steuerfreie Zulagen pro Monat in Höhe von 2.200 Euro erhalten, während andere im Schnitt lediglcih 500 Euro erhielten.
Markus Engels, während des Schulzes Zeit als EU-Parlamentspräsident dessen Pressesprecher, pendelte zwischen seinem Lebensmittelpunkt Berlin und seiner Tätigkeit in Brüssel respektive Straßburg. 2012 sendete Schulz seinen Vertrauten auf Dauerdienstreise nach Berlin. Das änderte an dessen praktizierten Pendelei nichts, sorgte aber dafür, dass Engels weitere Steuergelder in Form eines 16-prozentigen Zuschlags (Auslandszulage) und Tagesgeld einstreichen konnte. Markus Engels ist aktuell des Schulzens Wahlkampfmanager.
Schulz soll die Parlamentsverwaltung beauftragt haben, bei und für einige seiner zahlreichen Reisen Flugzeuge gechartert zu haben, obwohl es viel billiger gewesen wäre, auf eines der zahlreichen Angebote der Linien- und/oder Billigflieger zurück zu greifen.
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) will diese und weitere Vorgänge prüfen. Der Haushaltskontrollausschuss legte der Parlamentsverwaltung einen Fragenkatalog vor, den diese bis zum 03. März 2017 zu beantworten hat. Es ist zu erwarten, dass Schulz mit diesen Antworten dann neuer Ärger ins Haus steht.
Zu dieser Meldung passen auch aktuelle Umfragen über den gegenwärtigen Hype um Martin Schulz. Nur ein Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass Schulz die Wähler überzeuge. Zwei Drittel aber gehen davon aus, dass die jetzt guten Werte für Schulz lediglich einer Anfangseuphorie entsprechen, die sich nach und nach legen wird.
Ereignisse wie diese Prüfung könnten schneller für ein Abebben der Euphorie sorgen, als es Schulz lieb sein dürfte.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment