Schulz ist raus, Merkel bläst ein eiskalter Wind entgegen
Schulz ist raus, Merkel bläst ein eiskalter Wind entgegen
Datum: 12.02.2018 - 07:49 Uhr
Schulz hat in der jüngeren Vergangenheit mehr Haken geschlagen als ein Hase auf der Flucht. Sein Schlingerkurs hat die SPD in den Umfragen immer weiter abstürzen lassen und sich selbst als wankelmütigen, unzuverlässigen Zeitgenossen offenbart. Zuletzt sorgte wohl auch der parteiinterne Streit mit Sigmar Gabriel, der von Schulz aus den Planspielen der neuen GroKo eiskalt abserviert wurde, dafür, dass für den von sich selbst als »besten Kanzlerkandidaten« überzeugten Schulz der Zug abgefahren war. Selbst er musste erkennen, dass seine kurze Zeit bereits vorüber war. Nach gerade einmal etwa einen Jahr auf bundespolitischer Ebene warf Schulz das Handtuch und trat von allen relevanten Funktionen, Ämtern und angedachten Posten noch vor Abschluss der Mitgliederbefragung über die Annahme des Koalitionsvertrages zurück.
Nicht minder unter Druck geraten ist in der Zwischenzeit auch Merkel. In ihrer CDU macht sich Unzufriedenheit über den Ausverkauf der Interessen der Partei zugunsten des persönlichen Machterhaltes Merkels breit. Sie, Merkel, habe im Rahmen der Koalitionsverhandlungen der SPD viel zu viele der wichtigen Ressorts überlassen, um sicherzustellen, dass die Mitglieder bei der Urabstimmung dem ausgehandelten Vertrag zustimmen und Merkel so ein weiteres Mal ins Amt hieven. Zum ersten Mal seit vielen Jahren werden Stimmen laut, die ganz offen von einer Erneuerung der CDU sprechen und laut eine Ablösung Merkels beim am Ende des Monats stattfindenden Parteitags fordern. Offenbar hat nicht nur Schulz den Bogen überspannt.
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