Schlepperorganisationen verdienen 35 Milliarden US-Dollar pro Jahr
Schlepperorganisationen verdienen 35 Milliarden US-Dollar pro Jahr
Datum: 01.06.2017 - 10:15 Uhr
Seit 2015 habe der Menschenschmuggel einen enormen Zulauf erfahren. Insbesondere auf der Mittelmeerroute von Nordafrika in die EU, so Lacy in seiner Rede zu dem Bericht, strichen die Schlepper einen Großteil des Geldes ein, schreibt die in Österreich erscheinende »Kronenzeitung«. Mit rund 35 Milliarden US-Dollar stünde der Menschenschmuggel nun auf Rang drei der kriminellen Geschäfte, nur noch übertroffen vom Drogen- respektive Waffenschmuggel.
Lacy führt an, dass die Menschen, die dem Elend ihrer Heimatländer entfliehen wollen, diejenigen sind, die dieses Geschäft zum Florieren brächten. Man sei besorgt und versuche, diese Leute vor den Schleppern zu warnen. Aber meist stoße man nur auf taube Ohren. Die bekannten Zahlen der Todesopfer sei alarmierend (im Vorjahr starben mehr als 5.000 Menschen auf der Mittelmeerroute, in 2015 waren es etwa 3.700); doch dies seien nur die, von denen man wisse. »Wie viele Leichen treiben noch im Mittelmeer oder sind unter dem Sand der Sahara begraben?«, so Lacy.
Faktisch jedoch machen es die »Flüchtlingshelfer« und zahlreiche NGO (regierungsunabhängige Organisationen) vor Ort den Schleppern leicht, ihrer kriminellen Tätigkeit nachzugehen. Die Grenzschutzagentur Frontex hat auf Mobiltelefonen von in Italien ankommenden »geretteten« Migranten die Telefonnummern zahlreicher Hilfsorganisationen gefunden, schrieb die »Kronenzeitung« am 13. Mai 2017. Der Sprecherin von Frontex, Ewa Moncure, zufolge haben die Migranten unmittelbar nach Beginn der Überfahrt von ihren Schlauchbooten aus die Hilfsorganisationen wie Taxis gerufen, damit diese sie dann sicher nach Italien übersetzten.
Derartige Meldungen sucht man in den deutschen »Qualitätsmedien« allerdings vergeblich.
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