Schaffung neuer Sicherheitszonen in Syrien
Schaffung neuer Sicherheitszonen in Syrien
Datum: 11.04.2017 - 08:58 Uhr
Der US-Außenminister Rex Tillerson verweilt zur Zeit beim G7-Gipfel im italienischen Lucca. Beraten wird unter anderem über eine gemeinsame Linie in der Syrien-Politik. Einige Vertreter betrachten nach wie vor die Absetzung des syrischen Präsidenten Assad als unbedingte Voraussetzung für eine Befriedung des Landes und befinden sich damit im direkten Widerspruch zur russischen Position. Moskau ist nach wie vor mit Assad verbündet und setzt im dortigen Bürgerkrieg andere Prioritäten. Zu den Beratungen in Lucca werden heute auch die Außenminister der mehr oder minder im syrischen Bürgerkrieg involvierten Staaten Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und der Vereinigten Arabischen Emirate erwartet. Die Außenminister Russlands und des Iran sind nicht eingeladen.
Dennoch setzen die USA auf eine Verständigung mit Russland, um aktuell für eine Entspannung im vom Krieg zerrissenen Land sorgen zu können. Tillerson wird am morgigen Mittwoch direkt nach Moskau reisen, um dort entsprechende Gespräche führen zu können. Im Gepäck hat er, laut eines Berichts des »Stern«, den Vorschlag zur Schaffung neuer Sicherheitszonen für die syrische Bevölkerung. Diese sollen in Übereinkunft mit Russland geschaffen werden, um, so der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer, den Menschen in Syrien die Möglichkeit zu geben, in ihrem Land verbleiben zu können. Diese wollten gar nicht ihr Land verlassen müssen; sie verlangten aber nach etwas Sicherheit.
Trotz der kurzzeitigen Verstimmung zwischen Moskau und Washington wegen des US-Raktenangriffs auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt steht sowohl bei US-Präsident Trump wie auch beim russischen Präsidenten Putin der Kampf gegen das Terrornetzwerk IS/DAESH im Fokus des gemeinsamen Interesses.
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