Schäuble-Tochter lässt sich von Zwangsabgabe alimentieren
Schäuble-Tochter lässt sich von Zwangsabgabe alimentieren
Datum: 07.07.2021 - 10:55 Uhr
Die Verstrickungen, Verknüpfungen und intensiven Beziehungen zwischen Altparteien und ihrem direkten Einfluss auf die Medien in diesem Land lassen sich am Beispiel von Christine Strobl sehr gut darlegen. Sie ist die älteste Tochter von Wolfgang Schäuble, ist verheiratet mit dem Landeschef der CDU in Baden-Württemberg, war seit 2012 Programmgeschäftsführerin der ARD-Einkaufs- und Produktionstochter Degeto Film in Frankfurt am Main und ist aktuell Programmdirektorin der ARD.
Seit neun Jahren ist Strobl maßgeblich an der Ausrichtung der in der ARD ausgestrahlten Sendungen und/oder der im Auftrag der ARD produzierten Sendungen maßgeblich mitverantwortlich. Die Tochter eines ranghohen CDU-Politikers und Ehefrau eines anderen ranghohen CDU-Politikers entscheidet also auch über die politischen Inhalte der ausgestrahlten Sendungen. Ist eine Sendung politisch nicht konform, wird sie nicht gesendet. Zumindest nicht bei der per Zwangsabgabe finanzierten ARD. Strobl kann Sendungen nach ihrem eigenen Gusto ausfiltern oder eben auch Sendungen so produzieren lassen, dass sie regierungs- und linientreue Inhalte übermitteln.
Weil Strobls Aufgabe im Bereich des »betreuten Denkens« offenbar fast genau so wichtig erscheint wie die der Kanzlerin, wird sie auch in ast der gleichen Größenordnung aus der Zwangsabgabe alimentiert. Strobl streicht pro Jahr ein Grundgehalt von 285.000 Euro ein (bei Merkel sind es gerade einmal 10.000 Euro mehr). Das ist auch nicht verwunderlich, denn sie - also Strobl - entscheidet darüber, womit der TV-Konsument hierzulande weichgespült wird; sofern er sich Sendungen der ARD anschaut.
Eine unabhängige Berichterstattung, wie es die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein sollte und auch lange vor Merkel einmal war, ist bei derlei intensiven familiären Verbindungen von Personen an exponierter Stelle eindeutig nicht zu erwarten.
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