Schäuble_ Griechenland ist auf gutem Weg!
Schäuble_ Griechenland ist auf gutem Weg!
Datum: 21.02.2017 - 08:01 Uhr
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Wahrnehmung bestimmter deutscher Politiker öfter einmal von den offenkundigen Fakten stark abweicht. Vor allem in Wahljahren bekommt der Bürger den Eindruck, dass sich diese Politiker in einer Parallelwelt bewegen. So wie jetzt der Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) mit seiner Aussage in der »Zeit«, dass Griechenland auf einem guten Weg sei.
Die Staatsverschuldung Griechenlands liegt bei 176,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Damit liegt das Land innerhalb der EU-Länder unangefochten auf Rang 1 in der Rangliste, gefolgt von Italien (132,7 Prozent) und Portugal (128,9 Prozent). Etliche Milliarden aus diversen Rettungsfonds und Rettungsschirmen der EU, überwiegend finanziert vom deutschen Steuerzahler, sind nach Griechenland geflossen und in diversen Kanälen versickert, ohne einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Das Land hangelt sich von einem Staatsbankrott zum nächsten und hängt am finanziellen Tropf der EU. Es ist schon bezeichnend, dass der Internationale Währungsfond (IWF) weiterhin ablehnt, sich an den »Hilfsaktionen« für Griechenland zu beteiligen. Er hält die Annahmen der Europäer für die langfristige Schuldentragfähigkeit Griechenlands für viel zu optimistisch, heißt es dazu in der »Zeit«.
Das hindert Schäuble aber nicht daran, den deutschen Bürgern wieder einmal Sand in die Augen streuen zu wollen. Schließlich ist 2017 ja ein Wahljahr; und da kann nicht sein, was nicht sein darf. Denn erführe der deutsche Wähler, dass der eingeschlagene Weg der Merkel-Regierung bezüglich Griechenlands nicht anderes ist als die Vernichtung deutscher Steuergelder (für die es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bessere Projekte gegeben hätte und immer noch gibt), könnte sich das durchaus nachhaltig auf das Wahlverhalten der Bürger auswirken. Und dann wohl eher nicht zu Gunsten des Kanzlerinnen-Wahlvereins.
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