Saudisches Militär soll den Eurofighter bekommen
Saudisches Militär soll den Eurofighter bekommen
Datum: 08.01.2024 - 11:07 Uhr
In Saudi-Arabien gilt als Staatsreligion der Wahhabismus, eine puristisch-traditionalistische Ausrichtung des sunnitischen Islams. Einfach ausgedrückt: eine extreme, ultra-orthodoxe Ausprägung des Islams mit jeder Menge Züchtigungs- und Bestrafungsvorschriften. Steinigung, öffentliche Hinrichtungen, Peitschen- oder Stockhiebe, das Abhacken von Körperteilen und noch jede Menge anderer ganz besonders blutiger Bestimmungen und Vorschriften zeichnet das Justizsystem in Saudi-Arabien auf, nahezu alle basieren auf dem Koran, dem angeblichen Buch des Friedens. Anhänger der Regenbogenkultur, queeren Gruppen oder sonstigen LGQBT-Bewegungen werden in Saudi-Arabien streng verfolgt, homosexuelle Männer noch immer zur Todesstrafe verurteilt und öffentlich hingerichtet.
Diese und andere Menschenrechtsverletzungen interessieren die Berliner Ampel kein bisschen. Sie interessiert auch nicht, dass sie in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatte, dass keine Kriegswaffen, kein Kriegsgerät und keine Munition an ein im Bürgerkrieg im Jemen beteiligten Staat gehe. Saudi-Arabien ist in diesen Bürgerkrieg nicht nur verwickelt, die saudische Regierung führt diesen Krieg als Stellvertreter-Krieg gegen den Iran. Ohne Saudi-Arabien wäre der Krieg im Jemen vielleicht schon beendet.
Doch jetzt will die Berliner Ampel den Saudis den Eurofighter liefern. Das hat Baerbock bei ihrem Besuch im Nahen Osten jetzt kundgetan. So funktioniert also ihre »feministische Außenpolitik«: Lieferung von hochtechnischen Kriegsgerät an einen kriegführenden Staat. Wieder einmal zeigt sich, was das gegebene Wort der Berliner Ampel wert ist.
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