Saudi-Arabische Fußballnationalmannschaft verweigert Schweigeminute
Saudi-Arabische Fußballnationalmannschaft verweigert Schweigeminute
Datum: 09.06.2017 - 07:45 Uhr
Zu den sportlichen Gepflogenheiten gehört es, dass vor wichtigen Fußballspielen verstorbener Vereinsgrößen, wichtigen Personen oder wie aktuell den Opfern von Terrorismus in Form einer Schweigeminute gedacht wird. Die Spieler beider Mannschaften versammeln sich auf ihrer Seite auf dem Anstoßkreis, die Schiedsrichter stellen sich in Höhe der Mittellinie auf und das Publikum erhebt sich von seinen Sitzen. Meist verliest der Stadionsprecher noch ein paar Worte und kündigt den Beginn dieser Schweigeminute an. In dieser Zeit verharrt das ganze Stadion wort- und regungslos. So ist es Tradition, so ist es sportliches Verhalten, das man weltweit erwartet und auch erwarten darf.
Beim Qualifkationsspiel zur Fußballweltmeisterschaft im nächsten Jahr in Russland trafen gestern in der Asien-Gruppe B in Adelaide die Teams von Australien und Saudi-Arabien aufeinander. Während sich die Spieler Australiens und die Schiedsrichter wie vereinbart zur Schweigeminute zum Gedenken der Opfer des islamisch motivierten Terroranschlags in London am Anstoßkreis versammelten, setzten die meisten Spieler der Auswahl Saudi-Arabiens ungeniert ihr Aufwärmprogramm fort. Auch während der einen Minute des Schweigens und Harrens ließen die Saudis von ihren Tun nicht ab. Das sorgte mindestens für Irritationen, manch Sportkommentator nennt es einen handfesten Skandal. Angeblich, so die Aussage des Fußballverbandes Saudi-Arabien, stünde eine Gedenkminute nicht im Einklang mit ihrer Kultur. Das ist klar gelogen, denn bei anderen Gegebenheiten wurden vor sportlichen Ereignissen in Saudi-Arabien durchaus Schweigeminuten eingehalten.
Beatrix von Storch, stellvertretende Co-Vorsitzende der AfD, kommentierte dieses Verhalten per Twitter bekannt klar: »Schweigeminute nicht im Einklang mit ihrer Kultur. Oder einfach zu viel Sympathie mit den Tätern?«
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