Satte Nebeneinkünfte bei Bundestagsabgeordneten der Altparteien
Satte Nebeneinkünfte bei Bundestagsabgeordneten der Altparteien
Datum: 06.06.2023 - 10:01 Uhr
Für manchen Bundestagsabgeordneten - insbesondere der Altparteien - scheinen die monatlichen Zuwendungen in Höhe von über 10.300 Euro Aufwandsentschädigung plus über 4.700 Euro Aufwandspauschale (auch monatlich) nicht genug zu sein: sie kassieren auch noch jede Menge sogenannter »Nebeneinkünfte«. Zwei Abgeordnete stechen hierbei besonders hervor. Der CSU-Geschäftsführer Sebastian Brehm sackte laut der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch 3,5 Millionen ein, gefolgt von Markus Herbrand von der FDP. Erhoben wurden die Nebeneinkünfte für den Zeitraum vom 1. November 2021 bis zum 31. März 2023.
Besonders auffällig: 38 Prozent der FDP-Abgeordneten und 31 Prozent der Parlamentarier der Union nahmen mehr als 10.000 Euro ein.
Seit der vor zwei Jahren verabschiedeten Gesetzesänderung müssen Bundestagsabgeordnete Nebeneinkünfte auf den Cent genau angeben, sofern diese monatlich 1.000 oder jährlich 3.000 Euro überschreiten.
Bei den Grünen fällt Ophelia Nick mit Nebeneinkünften in Höhe von über 1,7 Millionen Euro auf. Diese resultieren aus ihren Firmenbeteiligungen bei der Voith GmbH & Co. KGaA, dessen Erbin die Nichte von Otto Schily ist. Aus den Reihen der mehrfach umbenannten SED sticht Sahra Wagenknecht ins Auge. Ihre Nebeneinkünfte aus ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und Publizistin betragen laut Erhebung knapp 800.000 Euro.
Zur Chronistenpflicht gehört die Erwähnung, dass es auch ein Abgeordneter der AfD unter die Top-10 der Rangliste mit den höchsten Nebeneinkünften geschafft hat. Platz 10 geht an den Rechtsanwalt Enrico Kumming mit knapp 540.000 Euro Einnahmen in dem Erhebungszeitraum.
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