Sanktionen wegen Ukraine-Konflikt sollen Wirtschaftskrieg kaschieren

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Sanktionen wegen Ukraine-Konflikt sollen Wirtschaftskrieg kaschieren
Datum: 21.10.2016 - 07:38 Uhr

Die US-Regierung in Washington und die EU-Zentralregierung in Brüssel sind hinsichtlich des Ukraine-Konflikts immer schnell mit einseitigen Schuldzuweisungen bei der Hand, wenn durch Schüsse in der Ukraine die beiden Minsker Abkommen verletzt werden. Es wird gar nicht erst seitens der beiden Administrationen untersucht, wer geschossen hat. Für Washington und Brüssel ist klar: die Russen sind schuld. Denn so können der Öffentlichkeit, wie aktuell auch, Forderungen nach neuen Wirtschaftssanktionen gegen Russland verkauft werden.

Doch auch wenn die von Brüssel unter Druck aus Washington gegen Moskau verhängten Sanktionen für die russische Wirtschaft nicht unbedingt förderlich sind, so treffen sie den EU-Markt und insbesondere Deutschland viel härter. Den EU-Staaten wird auf Veranlassung der US-Regierung untersagt, Geschäfte mit Russland abzuschließen, einem der wichtigsten Geschäftspartner vieler europäischer Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes.

Die Sanktionen hindern aber US-Unternehmen weder daran, selbst mit Russland umfangreiche Geschäfte abzuschließen noch die gerade im Bereich der Energieversorgung durch den Wegfall respektive der Beschränkung des russischen Angebots frei gewordenen Felder zu besetzen und hier Marktanteile zu übernehmen. Zu einem in Relation mit dem russischen Vergleichsangebot drei Mal so hohen Preis.

Noch ein paar Zahlen, die nachdenklich machen sollten und die Intention der Machthaber in Washington deutlich machen: 2014 wurde die EU durch die US-Administration gezwungen, die Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Rund 6.000 deutsche Firmen trieben Handel mit Russland. Das Volumen dieses Handels zwischen Deutschland und Russland ist seitdem um rund 40 Prozent eingebrochen. Die Verluste der deutschen Unternehmen belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro. 

Zum Vergleich: im selben Zeitraum ist das Handelsvolumen zwischen Russland und den USA um elf Prozent gestiegen. Da erscheinen Sätze wie der des damaligen US-Senators John McCain noch einmal im ganz anderen Licht. McCain ließ bei der Verhängung der Sanktionen keine Zweifel daran, wer die Hand am Ruder hat: »Die USA werden entscheiden, wann die EU-Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden.«

Quelle: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/sanktionsziel-ist-in-wahrheit-europa.html

Sven von Storch

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