Sachsen-Anhalt wählt _ Aktualisierung um 20.00 Uhr
Sachsen-Anhalt wählt _ Aktualisierung um 20.00 Uhr
Datum: 06.06.2021 - 16:23 Uhr
Hochrechnungen um 20.00 Uhr:
Die Hochrechnungen um 20.00 UHr bestätigen die heutige Prognosen und vorhergehenden Hochrechungen, Haseloff gewinnt die Wahl in Sachsen-Anhalt klar vor der AfD. Entgegen dem Bundestrend, wo die Merkel-CDU schwer um ihre Führungsposition kämpfen muss, war diese Landtagswahl eine klare landesspezifische Entscheidung zugunsten des amtierenden Ministerpräsidenten. Sollten sich die aktuellen Zahlen bis zum endgültigen Endergebnis bestätigen, könnte er sogar mit der bös gefledderten SPD in einer Zweier-Koalition regieren. Eine solche Regierungsbeteiligung der SPD birgt aber für sie ein großes Risiko, musste sie doch aktuell viele Wähler an Haseloff abgeben. Ohnehin wurde das gesamte sozialistische Lager Rot-Rot-Grün von den Wählern in Form von schweren Stimmenverlusten und/oder geringer Zustimmung massiv abgestraft.
Die Option einer konservativ-bürgerlichen Regierung von CDU und AfD schließt Haseloff aus, obowhl es im Land eine klare Mehrheit für eine solche Option gibt.
Die akutellen Zahlen um 20.00 Uhr:
- CDU 36,3 Prozent
- AfD 22,3 Prozent
- Linke 11,0 Prozent
- SPD 8,6 Prozent
- Grüne 6,1 Prozent
- FDP 6,7 Prozent
Prognose um 18.00 Uhr:
Die CDU von Ministerpräsident Haseloff bleibt stärkste Fraktion in Sachsen-Anhalt und wird mit klarem Vorsprung aus der Wahl gehen. Werte um 35 Prozent werden in den Prognosen für Haseloffs Partei prognostiziert, ein klares Indiz für eine landespolitische Wahlentscheidung.
Die AfD wird ihr Ergebnis von 2016 knapp verfehlen, bleibt aber mit etwa 24 Prozent deutlich über ihrem Bundesdurchschnitt.
Die FDP wird den Einzug ins Landesparlament schaffen, 7 Prozent lautet die erste Prognose.
Verlierer sind ganz klar die rot-rot-grünen Parteien aus dem sozialistischen Lager. Entweder haben sie weitere Verluste zu verzeichnen wie die mehrfach umbenannte SED respektive auch die SPD und/oder sie bleiben im einstelligen Bereich und können bestenfalls als Mehrheitsbeschaffer für Haseloff dienen. Eigene Schwerpunkte aber wird keine dieser Parteien in der kommenden Legislatur setzen können, dafür sind ihre Ergebnisse einfach zu schwach.
Vorwort:
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am heutigen Sonntag ist die letzte überregionale Wahl vor der im September stattfindenden Bundestagswahl. Für Spannung ist gesorgt, denn weder steht der Wahlsieger fest wie auch offen ist, welche Parteien den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen werden. Zudem ist unklar, ob ausschließlich landestypische Themen die Entscheidung der Wähler beeinflusst haben oder ob die Wahl auch als Stimmungsbarometer für die Bundestagwahl gilt.
Für die amtierende Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grün wird es jedenfalls ganz eng. Das liegt an der Schwäche der CDU, die mutmaßlich auch nicht von der in letzter Minute erfolgten »Wahlhilfe« des Unions-Kanzlerkandidaten Laschet profitieren wird. In Sachsen-Anhalt ist Laschet alles andere als sonderlich beliebt, hier sprachen sich die meisten Unions-Mitglieder für Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten aus, selbst CSU-Söder rangiert weit vor Laschet. Aber auch die SPD bleibt weiterhin schwach und es ist frglich, ob sie zweistellig in den Landtag einzieht. Weil auch die Grünen nicht von der in vielen anderen Bundesländern medial befeuerten Unterstützung profitieren können, sondern mutmaßlich im einstelligen Bereich bleiben, wird es eng für »Kenia«.
Zwei große Gewinner wird es aller Wahrscheinlichkeit geben: die AfD wird ihr Ergebnis von 2016 (24,3 Prozent) übertreffen und vielleicht sogar als stärkste Fraktion in den Landtag einziehen. Auch bei der FDP werden heute Abend die Sektkorken knallen: anders als 2016, als man knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, wird dieses Mal der Einzug ins Parlament gelingen.
Die Freie Welt wird am heutigen Sonntag laufend zu den Prognosen und Hochrechnungen berichten.
Hier die Ausgangswerte der Wahl 2016:
- CDU 29,8 Prozent
- AfD 24,3 Prozent
- Linke 16,3 Prozent
- SPD 10,6 Prozent
- Grüne 5,2 Prozent
- FDP 4,9 Prozent
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