Russlands Wirtschaft wächst von allen Industrienationen am stärksten

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Russlands Wirtschaft wächst von allen Industrienationen am stärksten
Datum: 24.04.2024 - 10:24 Uhr

Für Russland erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr ein Wachstum von 3,2 Prozent. Das ist ein deutlich höherer Wert als er für Länder wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland erwartet wird. Die Ölexporte seien »stabil geblieben«, die öffentlichen Ausgaben seien »hoch geblieben« und hätten damit zum Wachstum beigetragen, so der IWF.

Trotz der Sanktionen gegen den Kreml hat der IWF seine Januar-Prognosen für die russische Wirtschaft in diesem Jahr angehoben, berichtet die BBC. Auch wenn das Wachstum im Jahr 2025 laut Prognose geringer ausfallen solle, wird es mit 1,8 Prozent immer noch höher ausfallen als bisher erwartet, heißt es in dem Beitrag. Laut Petya Koeva Brooks, stellvertretende Geschäftsführerin des IWF, haben Investitionen privater und staatlicher Unternehmen und ein vor allem »robuster privater Konsum« in Russland zusammen mit starken Ölexporten das Wachstum angekurbelt.

Russland ist einer der größten Ölexporteure der Welt und im Februar enthüllte die BBC, dass trotz Sanktionen immer noch Millionen Barrel Treibstoff aus russischem Öl nach Großbritannien importiert werden. Auch Belgien, Frankreich und Spanien beziehen Öllieferungen aus Russland im großen Stil und lassen so die entsprechenden Einnahmen weiterhin sprudeln. 

Anders als für Russland senkte der IWF in diesem Jahr seine Prognosen für ganz Europa und für das Vereinigte Königreich und prognostizierte ein Wachstum von gerade einmal 0,5 Prozent in diesem Jahr. Damit ist das Vereinigte Königreich nach Deutschland der zweitschwächste Wirtschaftsteilnehmer in der G7-Gruppe der fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Zur G7 gehören außerdem Frankreich, Italien, Japan, Kanada und die USA.

Ökonomen des IWF warnten davor, dass eine weitere Eskalation des Israel-Hamas-Konflikts im Nahen Osten zu steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreisen auf der ganzen Welt führen könnte. Anhaltende Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und der anhaltende Krieg in der Ukraine könnten sich auch auf die bisher »bemerkenswerte Widerstandskraft« der Weltwirtschaft auswirken, hieß es. Ein möglicher Anstieg der Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten würde einkommensschwächere Länder am stärksten treffen, hieß es weiter.

Sven von Storch

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