Russland strebt eigene Untersuchungen an den Osstsee-Pipelines an
Russland strebt eigene Untersuchungen an den Osstsee-Pipelines an
Datum: 14.10.2022 - 10:35 Uhr
Es gibt Verdruss bei der Aufklärung der Anchläge auf die Röhren der Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Russland und Gazprom haben angekündigt, eigene Expertenteams zur Untersuchung entsenden zu wollen. Die schwedischen Behörden sind von diesem Ansinnen wenig angetan nd verweigern nach wie vor den Zugang zu den in ihren Hoheitsgewässern befindlichen Schadstellen.
Laut Interfax wurden in den vergangenen Tagen die Leiter der schwedischen, deutschen und dänischen Botschaften in Moskau ins russische Außenministerium einbestellt. Dies erfolgte »aufgrund der Weigerung, Russland in die Untersuchung der Explosionen bei Nord Stream einzubeziehen.«
Der russische Premierminister Mikhail Misjustin sandte am 5. Oktober einen Brief an Premierministerin Magdalena Andersson und ihre Amtskollegen in Deutschland und Dänemark. In dem Brief an Andersson forderte er, dass russische Behörden und das Unternehmen Gazprom in die schwedische Untersuchung einbezogen werden. Bisher hat Misjustin jedoch noch keine offiziellen Antworten erhalten. Magdalena Andersson hat in den Medien darauf hingewiesen, dass bei den Ermittlungen vorgerichtliche Vertraulichkeit besteht.
»Versuchen, die Täter zu schützen«
Das russische Außenministerium schreibt nun, Russland werde die »Pseudo-Ergebnisse« einer Untersuchung, an der russische Spezialisten nicht teilnehmen dürfen, nicht anerkennen, Moskau werde in einem solchen Fall davon ausgehen, dass diese Staaten etwas zu verbergen haben bzw. sie haben »versucht, die Täter dieses Terrorakts zu schützen.« Laut Russland gibt es auch Anzeichen dafür, dass die Vereinigten Staaten und andere Drittstaaten an der Untersuchung teilnehmen durften.
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