Russland plant keinen Einsatz von Atomwaffen im Donbas
Russland plant keinen Einsatz von Atomwaffen im Donbas
Datum: 07.03.2024 - 09:41 Uhr
In westlichen Mainstreammedien tauchen immer wieder Meldungen von selbsternannten Experten auf, Russland plane einen Einsatz von Atomwaffen im Donbas. Altparteienpolitiker jeglicher Prägung hierzulande nehmen diese Meldungen unreflektiert auf und plappern sie nach, ohne diese auf Inhalt und Richtigkeit zu überprüfen. Panikmache und Kriegshetze sind stattdessen angesagt.
Alles Lug und Trug, sagt aktuell Putins Sprecher Dmitri Peskow. In der russischen Verteidigungsdoktrin werden Atomwaffen als eine Art »Abschiedswaffe« betrachtet und diese regele den Einsatz von Atomwaffen durch das Land, so Peskow. Wladimir Putin sagte im Juni 2023, dass es keinen Bedarf für den Einsatz von Atomwaffen gebe, da Russlands Atomwaffenarsenal der Abschreckung diene. Peskow sagte am Mittwoch, dass Atomwaffen nur und ausschließlich jedoch zur Verteidigung der Existenz des Landes eingesetzt würden.
In angeblich russischen Verteidigungsdokumenten soll es heißen es, die Grenze für den Einsatz von Atomwaffen sei für die Jahre 2008 bis 2014 dann vorgesehen gewesen, wenn Russland 20 Prozent seiner strategischen U-Boote und 30 Prozent seiner nuklear betriebenen Angriffs-U-Boote verloren hätte. Alternativ hätten Atomwaffen eingesetzt werden können, wenn das Land gleichzeitig Angriffen auf seine wichtigsten Militär- und Reservekommandozentralen an den Küsten ausgesetzt wäre, soll in demselben Dokument stehen.
Peskow seinerseits sagt, er habe »starke Zweifel« an der Echtheit der durchgesickerten Dokumente, die angeblich zeigen würden, dass Russlands Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen etwas niedriger sei, als westliche Analysten bisher angenommen hatten. Es bleibe bei den Worten von Wladimir Putin, die er vor knapp einem Jahr noch einmal deutlich unterstrichen habe: nur dann, wenn Russlands Existenz durch einen feindlichen Angriff gefährdet sei, wäre der Einsatz von Atomwaffen das ultimative Mittel. Alle anderen Meldungen sind Falschmeldungen, so Peskow, und dienten nur der Propaganda und Hetze gegen Russland.
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