Russland erhält Donezk und Luhansk
Russland erhält Donezk und Luhansk
Datum: 18.08.2025 - 10:31 Uhr
Treffen mit Trump und EU-Vertretern sowie Selenskij
US-Präsident Donald Trump drängt laut Axios auf ein trilaterales Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits am kommenden Freitag. Der Plan wurde Berichten zufolge von Trump und seinem Sondergesandten Steve Witkoff in einem Gespräch mit Selenskyj und Staats- und Regierungschefs der EU und der NATO nach dem Gipfel in Alaska vorgestellt. Gleichzeitig soll Trump Putins Forderung nach Kontrolle über die Regionen Donezk und Luhansk weitergegeben haben. Diese Themen will Trump auch in den nächsten Gesprächen mit EU-Vertreten sowie Selenskij erörtern.
Selenskij nörgelt - wie immer
Europäischen Behörden zufolge unterstützte Trump die Idee, Gebiete im Austausch für Frieden aufzugeben. Selenskyj lehnte dies zwar grundsätzlich ab, soll aber am heutigen Montag in Washington bereit sein, mit Trump darüber zu sprechen. Putin soll im Gegenzug dazu bereit sein, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu akzeptieren, auch von amerikanischen Streitkräften, nicht aber von der NATO. Er soll außerdem bestimmte Schutzgarantien für die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine gefordert haben, insbesondere, dass Russisch eine der Amtssprachen in der Ukraine bleibt und die Russisch-Orthodoxe Kirche geschützt wird.
Die Europäer machen einen auf wichtig, sind aber nur Randfiguren
Trump habe endlich auf die Vorschläge Putins gehört, behauptet eine Person aus dem russischen Außenministerium im Guardian, und erhalte Unterstützung von der erwarteten Seite. Der ehemalige schwedische Premierminister Carl Bildt schreibt auf X: »Trump hat vor Putin kapituliert, indem er seine Forderungen nach einem Waffenstillstand fallen ließ. Stattdessen werden die Kämpfe so lange fortgesetzt, bis es ein Friedensabkommen gibt, das Putin zufriedenstellt. Seine Forderungen sind bekannt.« Die anderen »EU-Granden« laden sich selbst zu Besuchen bei Trump ein, ähnlich wie Bittsteller früher beim Fürsten. Doch wirklich zu melden haben sie nichts. Putin erreicht das (und weit mehr), was er zum Jahreswechsel 2021/22 - also noch bevor der erste russische Schuss im Donbas abgegeben wurde - als Verhandlungsgrundlage festlegte: die Freistellung der beiden überwiegend von Russen besiedelten Regionen Luhansk und Donezk aus dem Vielvölkerkonglomerat Ukraine.
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