Russland drosselt Gasdurchfluss durch Nordstream 1 auf 20 Prozent
Russland drosselt Gasdurchfluss durch Nordstream 1 auf 20 Prozent
Datum: 26.07.2022 - 12:01 Uhr
Die von Siemens hergestellte und von der Siemens-Tochter in Kanada instandgesetzte Gasturbine für Nordstream 1 ist in Deutschland. Die kanadische Regierung hat sie schon vor etlichen Tagen nach Deutschland verbracht. Nur sollte sie schon längst an den Betreiber der Gaspipeline Nordstream 1 ausgeliefert werden, damit sie dort eingebaut werden und damit das Gas wieder in vollem Umfang fließen kann. Aber Habeck und Co. verschleppen diese Auslieferung. Die Konsequenz daraus ist, dass der Betreiber von Nordstream 1 die Durchflussmenge jetzt auf 20 Prozent des Leitungsvermögens reduziert hat. Aktuell werden 33 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag durch Nordstream 1 fließen. Technisch sei derzeit nicht mehr möglich, heißt es in einer Stellungnahme von Gazprom Russland. Erst nach dem Einbau der neuen Gasturbine könnte man die Leistung wieder erhöhen. Dazu müsste die Turbine aber endlich vor Ort eintreffen, so ein Sprecher der Betreibergesellschaft.
Die Gesamtkapazität der 47 unterirdischen Gasspeicher in Deutschland liegt bei knapp 25 Milliarden Kubikmeter. Derzeit liegt der Füllstand bei etwa 66 Prozent. Das ist vier Prozent niedriger als im Mittelwert der vergangenen fünf Jahre; einerseits ist das also noch kein Grund, in irgendeine Panik auszubrechen, die die zeitliche Limitierung beim Duschen beinhaltet oder das Schreckgespenst einer kalten Wohnung im kommenden Winter an die Wand malt. Andererseits aber ist es auch Tatsache, dass Habeck und seine Kumpane das für Deutschland bestimmte Gas aus der Nordstream 1 unter anderem an Polen weitergeben. Dort sind die Speicher zu fast 98 Prozent gefüllt. Polen kriegt kein Gas mehr direkt aus Russland, weil man die Lieferung nicht in Rubel bezahlen wollte.
Eine Lösung des Problems wäre natürlich die Öffnung von Nordstream 2. Die Leitung aus der Narwa-Bucht bis nach Lubmin ist gelegt, es brauchen nur noch die Regler geöffnet werden. Aber das ist seitens des »Wertewestens« politisch offensichtlich nicht gewollt.
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