Russische Verbände rücken im Donbas weiter vor

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Russische Verbände rücken im Donbas weiter vor
Datum: 16.10.2023 - 10:08 Uhr

Die vergangenen 48 Stunden sind ein militärisches und strategisches Desaster für Selenskij und seine Truppen. Vom Norden bei Sumy bis in den tiefsten Süden des Dnjepr-Deltas bei Kherson stehen die Selenskij-Soldaten unter massiven Druck der vorrückenden russischen Verbände. In großen Teilen entlang der Hauptkampflinie beschränkt sich die russische Armee zwar nach wie vor in erster Linie auf den Einsatz ihrer Luftstreitkräfte oder weitreichender Artillerie, aber insbesondere westlich von Donezk rücken ihre Bodentruppen massiv vor.

Ein Schwerpunkt dieser Kämpfe ist Avdiivka, keine 20 Kilometer nordwestlich von Donezk. Dort verengen die russischen Einheiten den (noch) nach Westen offenen Korridor aus der Stadt hinaus stündlich und schnüren die im Ort befindlichen Selenskij-Truppen immer mehr ab. Das Vorgehen ähnelt stark den Kämpfen um Mariupol und Bachmut. Nach und nach kreist die russische Infanterie die Stadt ein, im gesicherten Hinterland wird leichte Feldartillerie in Stellung gebracht und setzt Selenskijs Soldaten weiter unter Druck. Dann wird das nächste Geländestück eingenommen, gesichert, die Feldartillerie rückt nach und das Feuer wird intensiver. Irgendwann erkennen dann die letzten verbliebenen Selenskij-Treuen, dass sie keine Karten mehr auf der Hand haben und geben auf.

So ergeht es auch Selenskij selbst. Er fordert, jammert und schreit nach neuen Waffen, nach Munition, nach Militärhilfe. Momentan steht er nicht an der Spitze der Weltnachrichten. Das passt ihm ganz und gar nicht; also fordert, jammert und schreit er nur noch lauter. Hilft ihm alles nichts: selbst die neuen vom Wertewesten gelieferten Waffensysteme ändern nichts an seiner sich abzeichnenden und unvermeidbaren Niederlage. Waffensysteme müssen ordnungsgemäß bedient werden - und dafür fehlen im die Leute.

Sven von Storch

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