Russische Offensive im Donbas hat begonnen

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Russische Offensive im Donbas hat begonnen
Datum: 19.04.2022 - 12:05 Uhr

Im Frühjahr 2014 riefen die beiden Donbas-Republiken Luhansk und Donezk ihre Unabhängigkeit und somit ihre Loslösung aus der Ukraine aus. Die damalige ukrainische Regierung setzte daraufhin die Landesarmee in Bewegung, besetzte die beiden überwiegend von russisch-stämmigen Menschen bewohnten Gebiete und versuchte, die Unabhängigkeitsbewegung und ihre Anhänger zu vernichten. Dass gelang nicht, der Widerstand in den beiden Donbas-Republiken konnte von den ukrainischen Invasionsstreitkräften nicht gebrochen werden.

Aktuell rücken immer mehr russische Streitkräfte in die beiden Donbas-Republiken ein und zwingen die ukrainische Armee, sich zurückzuziehen. Die Bevölkerung in der Region begrüßt den Vormarsch der russischen Truppen und betrachtet sie als Befreier von der seit acht Jahren andauernden Unterdrückung.

Obwohl sich seine Armee auf dem Rückzug an allen betreffenden Abschnitten befindet, verkennt der ukrainische Präsident Selenskij die Lage und verweigert, wie er aktuell noch einmal ausdrücklich betont hat, die Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Staaten. Stattdessen gibt er Durchhalteparolen aus und opfert so seine Soldaten, wie zum Beispiel in Mariupol.

Die Stadt am Asowschen Meer gehörte seit der Gründung des Oblast Donezk im Jahr 1938 diesem an. Von 1932 bis 1938 waren die beiden Oblaste Donezk und Luhansk zusammengelegt. Mariupol ist mit knapp 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Region, etwa 70 Prozent der Stadtbevölkerung sind russisch-stämmig. Während der vergangenen acht Jahre sind viele Menschen der russisch-stämmigen Bevölkerung aus Mariupol nach Russland geflohen, sie hoffen jetzt auf ein baldiges Ende des Krieges und eine entsprechende Rückkehr in ihre Heimat. Ob das allerdings so schnell gelingt, ist fraglich. Noch hält sich ein Rest von ukrainischen Soldaten in einer Stahlfabrik in Mariupol auf und weigert sich, angeheizt von ihrem Präsidenten, die Waffen niederzulegen.

Währenddessen rücken die russischen Truppen in den anderen Teilen sowohl der Republik Luhansk wie auch der Republik Donezk vor, ohne auf nennenswerten Widerstand zu treffen.

Sven von Storch

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