Russische Einheiten erreichen östliche Stadtteile von Tschassiw Yar
Russische Einheiten erreichen östliche Stadtteile von Tschassiw Yar
Datum: 17.04.2024 - 10:26 Uhr
Nachdem russische Einheiten vor Wochen Bachmut eingenommen hatten, stand für echte Militärexperten (also nicht den militärischen Analphabeten der Berliner Ampel) ziemlich schnell fest, dass eine Hauptrichtung des weiteren Vorstoßes sich gegen Tschassiw Yar richten wird. Für diese Annahme gab es gleich eine Mehrzahl von Gründen: der östlich der Stadt verlaufende schiffbare Kanal führt bis zur regionalen Metropole Slowjansk, die (noch) von der Selenskij-Armee besetzt gehalten wird. Zudem liegt Tschassiw Yar auf einer Anhöhe, was auch heute noch einen erheblichen strategischen Vorteil für den bedeutet, der die Anhöhe hält. Weiterhin liegt die Stadt in fast direkter Linie von Bachmut zur zweiten regionalen Metropole Kramatorsk. Und letztlich, um es dem letzten Zweifelnden auch wirklich völlig klar zu machen, hat die russische Militärführung die Übernahme von Tschassiw Yar als Zielvorgabe für den 9. Mai vorgegeben.
Es hat den Anschein, als würden sich die vor Ort befindlichen Einheiten stark darum bemühen, diese Vorgabe zu erfüllen. Über gleich mehrere Straßen haben die ersten russischen Bodentruppen den östlichsten Stadtteil der zur »Bergfestung« hochstilisierten Kleinstadt erreicht. Tatsächlich leisten die verbliebenen Soldaten der von Selenskij vor Ort eingesetzten vier Armeeeinheiten Widerstand in Form von leichten Scharmützeln. Sie wollen offensichtlich das Vorrücken der russischen Einheiten verzögern. Ob die Selenskij-Armee aber die »Bergfestung« wirklich ausbauen will oder aber ob sie damit ihren anderen Truppenverbänden den Rückzug gen Westen ermöglichen wollen, ist aktuell noch nicht absehbar. Fest steht lediglich, dass die russische Feldartillerie in der Zwischenzeit so weit in Stellung gebracht werden konnte, dass sie Tschassiw Yar ohne eigene Gefährdung unter Dauerfeuer belegen kann.
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