Rundfunkräte vom RBB wollen sich selbst die Aufwandsentschädigung erhöhen
Rundfunkräte vom RBB wollen sich selbst die Aufwandsentschädigung erhöhen
Datum: 01.11.2018 - 10:20 Uhr
Der Rundfunkrat des RBB besteht derzeit aus 28 Mitgliedern. Diese stehen in der Regel noch im Berufsleben und bekommen für ihre Nebentätigkeit im Rundfunkrat eine Aufwandsentschädigung in Höhe von aktuell 350 Euro pro Monat sowie einem Sitzungsgeld von 50 Euro pro Sitzung. In Vergleich zu dem, was Intendanten oder Moderatoren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks monatlich einsacken, sind das Kleinbeträge. Dennoch erhebt sich gerade Kritik an dem Vorgehen des RBB-Rundfunkrates. Denn bei der kommenden Sitzung wollen die Mitglieder sich selbst eine Erhöhung sowohl der Aufwandsentschädigung (um 100 Euro auf dann 450 Euro) sowie des Sitzungsgeldes (um 10 Euro auf dann 60 Euro) selbst zuschustern.
Doch nicht allein die Zahlen stehen im Fokus der Kritik; wobei Anhebungen von fast 30 Prozent bei der Aufwandsentschädigung sowie 20 Prozent beim Sitzungsgeld durchaus nach einer Begründung verlangen. Vielmehr ist es die Tatsache, dass die Mitglieder des Rundfunkrates selbst darüber entscheiden, um wieviel mehr sie den Geldfluss in ihre Taschen anheben wollen, an der sich die Diskussion entzündet hat.
Schließlich ist es so, dass die Bezüge der Rundfunkräte aus der großen Schatulle beglichen werden, in die der Bürger seinen durch die GEZ abgezockten Zwangsbeitrag entrichten muss. Das gilt für alle Rundfunkräte der in der ARD zusammengeschlossenen regionalen Sender. Beim WDR besteht dieser Rat aus 60 Mitgliedern, die je 1.000 Euro im Monat als Aufwandsentschädigung einstreichen plus 200 Euro Sitzungsgeld für die erste monatliche Sitzung und je 30 Euro für jede weitere. Beim BR gibt es für jedes der 50 Mitlgieder 700 Euro Aufwandsentschädigung und 100 Euro Sitzungsgeld für jede Sitzung.
Jeder regionale Sender hat seinen eigenen Rundfunkrat; für all diese Räte, ihre Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder zahlt der Bürger per Zwangsabgabe.
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