Rot-Chinesische Kampfflugzeuge dringen in taiwanesisches Hoheitsgebiet ein

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Rot-Chinesische Kampfflugzeuge dringen in taiwanesisches Hoheitsgebiet ein
Datum: 29.03.2021 - 10:17 Uhr

 

Rund um die Republik China, besser bekannt als Taiwan, hat die Inselrepublik eine Luftverteidigungzone eingerichtet, offizieller Name »Air Defence Iidentification Zone (ADIZ)«. Diese Zone ist von allen Anrainern als unverletzliches Territorium Taiwans anerkannt. Auch die Volksrepublik China mit seiner Kommunisitischen Partei (KPCh) an der Spitze hat diese international geltende Vereinbarung akzeptiert: sie wurde von den USA unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs installiert und sollte den damals noch tobenden Bürgerkrieg zwischen den Nationalchinesen von Chiang Kai-Shek und den Rotchinesen unter Mao Zedong beenden. Die Kommunisten bedurften damals der massiven US-Hilfe und akzeptierten die Vereinbarung.

Die Zeiten haben sich geändert, heute bedarf das kommunistische China keiner Hilfen mehr. Hezte expandiert China, kulturell, wirtschaftlich und auch militärisch. Dazu gehört auch die Annexion von Territorien, Landstrichen oder gleich ganzer Staaten. Im kommenden Mai wird Tibet seit 70(!) Jahren vom kommunistischen China okkupiert sein, mit Japan streitet man um ein paar menschenleere Inseln, um die es in den dazugehörigen Seezonen angeblich zahlreiche Rohstoffe gibt.

Ganz oben auf der »Wunschliste« der Zentralregierung in Peking steht aber die Einverleibung der Republik China, welche die Kommunisten nach wie vor als »abtrünnige Provinz« bezeichnen. Immer wieder provozieren die Rotchinesen dabei militärische Zwischenfälle, wie jüngst am vergangenen Freitag, als ein Geschwader von rund 20 Flugzeugen der kommunistischen Luftwaffe in den Luftraum vor der taiwanesischen Südküste eindrang. Zu den eindringenden Flugzeugen gehörten unter anderem vier Xian H-6K-Bomber, die mit Nuklearwaffen ausgerüstet werden können wie auch zehn Kampfflugzeuge vom Typ Shenyang J-16.

Die Regierung in Taipeh wirft unangemessene Aggression und Provokation vor sowie eine Destablisierung der Lage in der Region. Die kommunistische Zentralregierung in Peking verweigert jedweden Kommentar und verweist lediglich auf regelmäßige Übungen ihrer Luftstreitkräfte.

Sven von Storch

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