Robert F. Kennedy jr. beendet seine Kampagne für die US-Präsidentschaft

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Robert F. Kennedy jr. beendet seine Kampagne für die US-Präsidentschaft
Datum: 26.08.2024 - 09:17 Uhr

In das Rennen um die US-Präsidentschaft gingen ursprünglich weitaus mehr als nur die beiden Kandidaten der US-Republikaner (Donald Trump) und der US-Demokraten (Joe Biden). Unter anderem trat Robert F. Kennedy jr. als parteiloser Kandidat an, ebenso Chase Oliver von der Libertären Partei, Jill Stein von den Grünen wie auch mit Cornel West ein weiterer unabhängiger Kandidat. Bis auf Robert F. Kennedy jr. aber werden die anderen »Mitbewerber« unterhalb der politischen Wahrnehmungsschwelle von einem Prozent bleiben. Nur er, Kennedy jr., erreichte in den Umfragen in allen US-Bundesstaaten mehr als nur respektable Ergebnisse, die meist in einem Spektrum zwischen 8 bis 12 Prozentpunkten lagen.

Doch Robert F. Kennedy jr. hat am vergangenen Wochenende seinen Rückzug von einer eigenen Präsidentschaftskampagne erklärt und sich als Unterstützer an die Seite von Donald Trump gestellt. Bei seinem ersten Auftritt als Unterstützer im US-Bundesstaat Arizona wurde Kennedy von den Trump-Anhängern mit lautstarken »Bobby! Bobby!«-Rufen empfangen. »Bobby« war auch der Rufname seines Vaters, der als Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten(!) bei einer Wahlkampfveranstaltung am 5. Juni 1968 in einer Hotelküche mit mehreren Schüssen niedergestreckt wurde und an den Verletzungen wenig später verstarb.

Der Kennedy-Clan, politisch bei den US-Demokraten fest verankert seit Joe Kennedy mit illegalen Insider-Geschäften an der US-Börse ein Vermögen anhäufte, zeigt sich »not amused« über die »Eskapaden« ihres Familienmitglieds. Man könne nicht einfach die politischen Seiten wechseln, ächzt und ätzt es aus dem Kreis des Clans. Dem Clan beitreten und politisch Karriere machen, so wie ein Muskelprotz aus der Alpenrepublik - das geht. Aber zum politischen »Feind« überzulaufen, das geht gar nicht. Die Kennedys hätten selbst einen Abraham Lincoln, der erste US-Präsident aus den Reihen der Republikanischen Partei, nicht in ihren Clan aufgenommen.

Sven von Storch

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