Risiko einer direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA steigt
Risiko einer direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA steigt
Datum: 02.06.2022 - 11:13 Uhr
Die Biden-Administration hatte entschieden, der Ukraine Kurzstrecken-Raketensysteme mit einer Reichweite von bis zu 80 Kilometern zu liefern. Selenskij hatte zwar Mittelstrecken-Raketensysteme mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern gefordert, musste sich da aber eine Absage von Sleepy-Joe Biden abholen. Doch selbst die jetzt gelieferten Raketensysteme reichen aus, um - wie bisher schon mehrfach erfolgt - auf russische Schulen und Kindergärten abgefeuert zu werden. Dementsprechend ist man seitens des Kreml wenig angetan von der Entscheidung in Washington.
Der russischen Außenminister Lawrow sagte am gestrigen Mittwoch, dass solche Entscheidungen dazu beitragen, dass das »Risiko einer direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA steigt«. Das Weiße Haus hatte zwar erklärt, dass es keine Waffensysteme in die Ukraine schicken wird, mit denen Ziele auf russischem Boden angegriffen werden können. Doch in der Nacht zum Mittwoch kündigte Präsident Joe Biden an, dass die USA den Ukrainern das Raketensystem Himars mit einer maximalen Reichweite von rund 80 Kilometern zur Verfügung stellen werden.
Die Ankündigung hat in Russland heftige Reaktionen hervorgerufen. Außenminister Sergej Lawrow kündigte bei einer Pressekonferenz in Saudi-Arabien an, dass die Waffenlieferung laut Reuters das Risiko erhöhe, dass ein »Drittland« in den Krieg hineingezogen werde. Dass es sich dabei um die USA handelt, wird durch den von Lawrow erwähnten Bezug klar: er zitierte den US-Außenminister Antony Blinken, der erklärt hatte, die Ukraine habe versprochen, die neuen Waffen aus den USA zu nutzen, um Ziele in Russland anzugreifen.
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