Rettungsmission gewünschte Inszenierung von GEZ-finanzierter Sendung_

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Rettungsmission gewünschte Inszenierung von GEZ-finanzierter Sendung_
Datum: 15.07.2019 - 11:33 Uhr

Die Seenotrettung Schiffbrüchiger ist ein elementarer Bestandteil der internationalen Seefahrt. Geraten Menschen unvorhergesehen in Seenot, so sind alle in der Nähe befindlichen Schiffe dazu verpflichtet, diesen Menschen zu Hilfe zu eilen und sie in den nächsten sicheren Hafen zu verbringen. Das ist geltendes internationales Seerecht. Dieses Recht gilt schon seit Jahrhunderten und ist nicht erst mit dem Autauchen der selbsternannten dubiosen Seenotrettern verpflichtend. Entscheidend sind hierbei zwei Faktoren.

Erstens muss die Seenot unvorhergesehen eintreten. Wer sich also mit einem hochseeuntüchtigen Gefährt ins Meer sticht, beschwört diese Gefahr selbst herauf. Von einer Unvorhersehbarkeit kann in solchen Fällen wohl kaum die Rede sein. Zweitens sind die aus Seenot geretteten Menschen in den nächsten sicherern Hafen zu geleiten. Ob ein Hafen sicher ist oder nicht, entscheidet nicht der Kapitän eines Schiffes; dafür gibt es die internationale Seebehörde, die dem Schiff einen entsprechenden Hafen verbindlich zuweist.

Wer in die Seezone eines anderen Landes eindringt, um dort Menschen an Bord zu nehmen, um sie aus angeblicher Seenot zu retten und sich dann verweigert, den zugewiesenen Hafen anzulaufen - sondern stattdessen 16 Tage im Meer rumkurvt - erfüllt nicht dieses Kriterien. Wenn zudem auch noch, wie jetzt bekannt wurde, ein TV-Team mit an Bord dieses Schiffes ist und möglicherweise sogar Einfluss auf die Entscheidungen des Kapitäns nimmt, um möglichst spektakuläre Bilder für einen Beitrag zu bekommen, dann wird die Seenotrettung von solchen Leuten ad absurdum geführt.

Mehrere Leute des ARD-Magazins »Panorama« waren seit dem Auslaufen der »Sea Watch 3« von Sizilien Richtung Libyen mit an Bord des Schiffes. Sie haben eigenen Angaben zufolge die ganze »Reise« gefilmt, waren mit dabei, als der Notruf kam und haben auch die Auseinandersetzungen mit den italienischen Behörden aufgezeichnet. Eine Auseinandersetzung, die Rackete mit ihrer Weigerung, den zugewiesenen Hafen anzulaufen, selbst heraufbeschworen hat.

Schaut man sich diesen GEZ-finanzierten Bericht genauer an, so scheint der Verdacht nicht unbegründet, dass es sich bei dieser gesamten »Rettungsaktion« um eine generalstabsmäßig geplante Inszenierung handelt. Eine Inszenierung, die Leib und Leben der »Flüchtlinge« in Gefahr gebracht hat. Finanziert mit Geld, das dem deutschen Bürger aus dem Geldbeutel gepresst wird.

Sven von Storch

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