Rentenerhöhung als Propagandamittel
Rentenerhöhung als Propagandamittel
Datum: 23.03.2017 - 13:07 Uhr
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) verkündete stolz wie "Bolle" die Rentenerhöhung zum 01. Juli des Jahres. Für die Ruhegeldbezieher im "Westen" gibt es bis zu 1,9 Prozent mehr, für die im "Osten" sogar 3,6 Prozent, verkündete sie fast schon triumphierend; so, als hätte sie ganz alleine diese Zahlen ermöglicht. Die Rentenerhöhung orientiert sich vor allem an der Lohnentwicklung, die am Ende des vergangenen Jahres seitens der Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit zwei Prozent prognostiziert wurde.
Doch das Triumphgeheul der Andrea Nahles, auch wenn es medienwirksam kurz vor der Wahl im Saarland eingesetzt wurde, sollte nicht zu laut ausfallen. Denn es gibt zahlreiche Schönheitsfehler in ihrer Rechnung.
Die monatliche Standardrente liegt bei etwa 1.250 Euro monatlich. Aber der Zahlbetrag, also der Betrag, der in den Geldbeutes des Rentners wandert, liegt deutlich darunter. Männer erhalten etwa 1.100 Euro (West) respektive 1.000 Euro (Ost); für Frauen liegt diese Summe noch deutlich niedriger: 800 Euro (West) respektive 600 Euro (Ost). Für viele Rentner fällt die Erhöhung also eher mager aus.
Selbst durch die jetzt angekündigte Anpassung bliebt der Zahlbetrag weit hinter dem zurück, was als Summe für ein selbstbestimmtes Leben seitens diverser Versicherungsträger und Verbänden berechnet wurde. Viele Rentner werden auch nach der Erhöhung weiter auf die Grundsicherung angewiesen bleiben.
Zum selben Stichtag, nämlich dem 01. Juli, erhöhen sich auch die Bezüge der Bundestagsabgeordneten. Für die gibt es im Monat satte 215 Euro mehr. Deren Diäten steigen einheitlich um 2,3 Prozent; egal, aus welchem Bundesland sie stammen. Pro Monat gibt es die "Kleinigkeit" von 9.542 Euro(!) - in Worten: neuntausendfünfhunderzweiundvierzig! Das ist mehr als der Großteil der Rentner in einem Jahr erhält.
Das hat Nahles aber nicht erwähnt-
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