Regierungskritische Proteste in Irland nehmen zu

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Regierungskritische Proteste in Irland nehmen zu
Datum: 07.02.2023 - 10:14 Uhr

Nachdem in Irland zahlreiche Anti-Einwanderungs-Demonstrationen abgehalten wurden, plant die irische Polizei nun, gegen die angeblich dahinter stehenden »rechtsextremen Agitatoren« vorzugehen, berichtet Breitbart News. Jede Nacht fanden in verschiedenen Teilen des Landes große Anti-Einwanderungs-Demonstrationen statt, und die Medien und Politiker behaupten, dass alles auf eine Verschwörung einer Gruppe schwachsinniger »Rechtsextremisten« zurückzuführen sei.

Ein mit den Demonstrationen in Verbindung stehender Aktivist, Graham Carey, wurde bereits festgenommen, und weitere Razzien gegen die Organisatoren werden erwartet, teilte eine Quelle dem Irish Independent mit. Gleichzeitig kartografiere die Polizei laut Quelle »sehr sorgfältig« die Online-Aktivitäten verdächtiger Personen.

Trotzdem hat die Polizei bisher wenig dazu beigetragen, die Besorgnis der Öffentlichkeit zu zerstreuen, da die Zahl der Teilnehmer an den Demonstrationen nach der Festnahme von Graham Carey am Mittwoch zunahm. Carey kommt aus Finglas bei Dublin, wo einige der am besten besuchten Demonstrationen abgehalten wurden. Er wird Verbrechen gegen den Staat verdächtigt, nachdem er sich im Zusammenhang mit den Demonstrationen kritisch über die Polizei geäußert hatte.

Die irische Polizei hat mehr als nur ein Problem mit dieser Art von zivilem Ungehorsam. Zunächst einmal sind regierungskritische Demonstrationen in der Republik Irland eher unbekannt. Darüber hinaus gibt es keinen wirklichen »Rechtsextremismus« in Irland. Die irischste alle irischen Parteien ist mit Sicherheit die sowohl in den Provinzen im Süden wie auch in der Nordprovinz aktive »Sinn Féin« mit ihrer »Irland den Iren«-Ausrichtung. Aber: Sinn Féin ist stark sozialistisch ausgeprägt, also deutlich eher im politisch linken Spektrum einzuordnen.

Die aus den drei Parteien Fianna Fáil (Liberale), Fine Gael (Konservative) und der Green Party (Öko-Sozialisten) bestehende Regierungskoalition tut sich also schwer mit den Demonstrationen. Vor allem, dass sie von den Demonstranten als »Quislinge« bezeichnet werden und nicht Irland sondern Schwab dienen, stößt ihnen sauer auf. Quisling war in Norwegen zur Zeit der Besetzung durch die Wehrmacht eine Art »Statthalter« des Schnauzbartträgers in Berlin und gilt heute in Norwegen noch als Indikator für Verrat.

 

 

Sven von Storch

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