Proteste in Venezuela gegen den sozialistischen Präsidenten nehmen zu

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Proteste in Venezuela gegen den sozialistischen Präsidenten nehmen zu
Datum: 22.05.2017 - 08:07 Uhr

Chavez starb vor vier Jahren und hinterließ ein Land, das mehr Probleme als Lösungen für seine Bürger parat hatte. Trotz der üppigen Erdölreserven ist das Land so gut wie Pleite. Venezuela hat Schulden in Höhe von 171 Milliarden US-Dollar (zum Vergleich: Griechenlands Rekordpleite lag bei »nur« 138 Milliarden US-Dollar), die Inflationsrate liegt bei 700 Prozent und das Wirtschaftswachstum fällt im zweistelligen Bereich. Den Schulden stehen lediglich Währungsreserven von rund zehn Milliarden Dollar, ein Goldschatz von 7,7 Milliarden Dollar und Kreditlinien beim Internationalen Währungsfonds von 1,3 Milliarden Dollar gegenüber.

Seit Wochen geht das venezolanische Volk gegen die Administration des jetzigen Staatspräsidenten Nicolas Maduro auf die Straßen. Doch statt sich der Probleme anzunehmen, hetzt Maduro seine Menschenjäger auf Kritiker, Oppositionelle und Demonstranten. Die sogenannten »Colectivos« fahren in größeren Gruppen auf ihren Mopeds durch die Straßen; während die 20 bis 30 Fahrer ihre Opfer umkreisen, schießen die Mitfahrer in die Luft oder knapp über die Köpfe der eingekreisten Personen hinweg - oder eben auch gezielt auf die Menschen. Die staatlichen Sicherheitsorgane bleiben passiv. Sie schauen weg oder kommen, wenn sie überhaupt an den Tatort eilen, einfach ein paar Minuten zu spät. Die Motorradgang ist dann längst wieder weg.

Das hindert die Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes aber nicht daran, weiterhin gegen die Wandlung des Landes in eine sozialistische Diktatur aufzubegehren und auf die Straße zu gehen. Am vergangenen Wochenende demonstrierten wieder mehr als eine Viertel Million Menschen gegen das Regime Maduro. 

Sven von Storch

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