Polizist - (k)ein Beruf wie jeder andere
Polizist - (k)ein Beruf wie jeder andere
Datum: 03.02.2017 - 09:05 Uhr
Im aktuellen »Spiegel« schildert ein Berliner Polizist seinen Alltag. Seit fast 17 Jahren sei er im Dienst und er habe diesen Schritt bisher nicht bereut. Dennoch aber sei es »erschreckend, wie respektlos und gewalttätig uns viele Leute begegnen.«
In seinem Dienst erlebe er ständig Leute, welche sich offenbar die Polizisten zur Frustbewältigung aussuchen. Er bemängelt die fehlende Distanz dieser Leute. Letztlich würden die Polizisten nicht die Regeln aufstellen, seien aber dafür verantwortlich, dass diese Regeln eingehalten werden. Dafür müssten sie sich dann sehr oft als »Hurensöhne, Wichser, Bullen-Schweine oder Bastarde beschimpft«.
Regelmäßig zum »01. Mai« ist die Lage in Berlin besonders heikel. Linke und linksextremistische Gruppen riefen in der Vergangenheit immer wieder zu Großkundgebungen und Krawallen auf. Bei diesen »Demonstrationen«, so der Polizist, wurden er und seine Kollegen mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen. »Bei einer anderen Demonstration wurde uns ein Sprengsatz zwischen die Beine geworfen. Zwei Kollegen mussten danach ins Krankenhaus.«
Solche Bilder würden im Kopf haften bleiben und ihm immer wieder die Gefährlichkeit seines Berufes bewusst machen. Dennoch versteht er trotz solcher Erlebnisse seine Aufgabe darin, zu gewährleisten, dass Menschen in diesem Land friedlich demonstrieren können. Nicht immer vertreten die Demonstranten seine Meinung oder die Meinung der Mehrheit. Aber es treibt ihn an, diesen Rechtsstaat, auch durch seine Arbeit, aufrecht zu erhalten.
Und das, obwohl er bei besonderen Anlässen bis zu zwanzig Stunden Dienst am Stück zu schieben hat, er über 200 Überstunden vor sich hin schiebt, an Wochenenden, an Feiertagen und in den Nächten für Sicherheit und Ordnung sorgt, während »sich andere mit ihrer Familie oder Freunden eine schöne Zeit machen.«
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