Polizei im Märkischen Kreis veröffentlicht ein Best of an Beleidigungen
Polizei im Märkischen Kreis veröffentlicht ein Best of an Beleidigungen
Datum: 23.07.2020 - 11:31 Uhr
In Deutschland gibt es etwa 320.000 Bedienstete bei Bundes- und Landespolizei. Sie setzen an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden am Tag Leib und manchmal auch Leben dafür ein, dass die Sicherheit und Ordnung in diesem Land - zumindest noch teilweise - aufrecht erhalten bleibt. Gedankt wird ihnen dieser Einsatz kaum. Vor allem von ihren Vorgesetzten bis hoch in die zuständigen Innenministerien fühlen sich viele Polizisten im Stich gelassen. Dabei müssen sie ihren Dienst mit veraltetem Material, zu wenig Personal und sehr bescheidenen Arbeitszeitmodellen absolvieren. Mehr als nur selten werden sie bei ihren Einsätzen beleidigt, geschmäht und angegriffen. Oftmals wird seitens der oberen Chargen versucht, diese Ereignisse zu vertuschen, zu verschweigen oder zu verniedlichen. Dabei sind Angriffe gegen Polizisten alles andere als ein Kavliersdelikt; sie sind ein direkter Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.
Was sich Polizisten so anhören »dürfen«, hat die Polizei im Märkischen Kreis in einem auf Facebook veröffentlichten Beitrag einmal gesammelt. »Du dickes Schwein, mach mal Sport! Du Fotze!« oder »Ich ficke Euch alle in den Arsch, ihr scheiß Bullen!« wurde da geäußert. Auch »Ihr seid alles Schlappschwänze! Ich ficke Euch alle!« oder »Du Schlampe! Ich erschieße Euch!« hieß es.
Das Sammelsurium aus dem Bereich der Fäkalsprache ging aber noch weiter: »„Haltet die Fresse, Ihr Spastis! Ihr seid die geilsten Wichser überhaupt!«, ergänzt durch unverhohlene Drohungen wie »Ich finde Eure Adresse raus! Ich merke mir Eure Gesichter! Ich ficke Euch und Eure Familien!« oder »Du kriegst ‘ne Pranke von mir! Triff mich mal als richtiger Mann privat, Du Lutscher!«
Das ist das tägliche Erleben unserer Polizisten. Und, wie es die Polizei im Märkischen Kreis zum Abschluss ihres Beitrags schreibt, »tendenziell werden es seit Jahren immer mehr.«
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