Polen will der Ukraine vier MiG29-Kampfjets aus alten DDR-Beständen überlassen
Polen will der Ukraine vier MiG29-Kampfjets aus alten DDR-Beständen überlassen
Datum: 17.03.2023 - 10:05 Uhr
Die MiG-29 galt in den frühen 1980er-Jahren als das modernste und beste Kampfflugzeug der Welt auf unserem Globus. Sie wurde in großer Stückzahl gebaut und war nicht nur für den Einsatz in der Roten Luftflotte sondern auch für die Verwendung bei den anderen Staaten des Warschauer Paktes und den Export an weitere Länder gedacht. Unter anderem ging eine größere Anzahl an MiG-29G/GT an den damals noch existierenden SED-Staat. Nach dem Erich, Erich und die anderen aus dem Unrechtsregime durch das Volk vom Hof gejagt wurden, gingen die Flugzeuge – wie sämtliches anderes militärisches Material – in das Eigentum des Bundes über. Vor ziemlich genau einem Jahr wurden diese Kampfjets für den symbolischen Preis von einem Euro pro Stück an Polen verkauft. Genau vier davon will Polen jetzt der Ukraine überlassen.
Da hat zumindest der polnische Präsident Duda gestern vollmundig in Warschau angekündigt: » In den kommenden Tagen werden wir vier voll einsatzbereite Flugzeuge in die Ukraine überführen.« Es habe einen entsprechenden Sonderbeschluss seiner Regierung gegeben, bestätige Duda auf Nachfrage. Die Kampfjets stünden » immer noch im Dienst der polnischen Luftwaffe« und seien » voll funktionsfähig.«
Duda hat dabei ganz die Herkunft der Kampfflugzeuge zu erwähnen »vergessen«. Denn da die Jets nun einmal aus deutschem Eigentum stammen, MUSS Polen international geltendem Recht zufolge eine Autorisierung zur Weitergabe der MiG-29 an einen Nicht-NATO-Staat zuvor von Berlin einholen. Doch welch Überraschung: die ganz besonderen »Militärexperten« der Berliner Ampel wissen offiziell noch gar nichts von den polnischen Absichten.
Da drängt sich doch die Frage auf, ob die polnische Regierung international verbindliche Vereinbarungen sowie geltendes Recht brechen will. Wobei, so ganz neu wäre der Bruch internationaler Vereinbarungen seitens der polnischen Regierung auch wieder nicht.
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