Pleite, aber nicht insolvent

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Pleite, aber nicht insolvent
Datum: 07.09.2022 - 10:55 Uhr

[Siehe hierzu Video auf YouTube HIER ab 18:38]

Die Sendung »maischberger« gilt allgemein als ideales Pflaster für Altparteienvertreter, um sich im per Zwangsabgabe finanziertem öffentlich-rechtlichen Staatsfunk ideal in Szene zu setzen. Vorher fein säuberlich abgestimmte Fragen, ein handverlesenes Publikum samt optimal positionierter Claqeure - so ist das überaus freundliche Klima dieser Sendung insbesondere für Regierungsvertreter.

Wenn man sich dann aber trotz optimaler Rahmenbedingungen derart blamiert wie Habeck bei seinem jüngsten Auftritt in dieser Sendung, dann spricht das Bände. Vor allem ab dem Zeitindex 18:38 in diesem Video ist zu sehen und vor allem zu hören, wie sich Habeck komplett vergaloppiert und es ihm von Augenblick zu Augenblick unangenehmer wurde.

Dabei war die Frage doch - wie man es bei und von Maischberger kennt - im Grunde genommen eine Steilvorlage für Habeck. Es ging darum, ob bei der Konzeption des Entlastungspaketes der Mittelstand vergessen wurde. Nun hätte Habeck sein »Konzept« schlicht und ergreifend darlegen können. Sein Problem aber: er hat kein Konzept. Er hat auch nicht einmal ansatzweise eine Idee eines Konzepts. Und so verhaspelte er sich in hohle  Phrasen, Dampfplauderei und Verstrickungen.

»Rechnen Sie mit einer Insolvenzwelle am Ende dieses Winters?« wird er von der Moderatorin befragt. Damit beginnt das Habecksche Drama in mehreren Akten. »Nein, das tue ich nicht«, lautet sein Eingangssatz. Er könne sich aber vorstellen, dass einzelne Branchen aufhören zu produzieren. Das wäre aber nicht gleichbedeutend mit einer Insolvenz, lautet seine Wirtschafts-Weisheit.

Er selbst komme derzeit gar nicht dazu, Brötchen einzukaufen geschweige denn morgens zu frühstücken - was dieser Einwurf mit der Frage zu tun hat, erschloss sich ganz offensichtlich niemandem in der Sendung, außer Habeck selbst.

»...wenn die Preise steigen, dann erhöht sich der Abstand«, so Habecks nächste Wirtschafts-Weisheit. Nur »vergaß« er zu erwähnen, welcher Abstand gemeint ist. Der Sicherheitsabstand beim Autofahren (»halber Tacho«) kann es ja wohl nicht sein.

Geschäfte, die wegen der Kaufzurückhaltung der Kunden nichts mehr verkaufen, sind nicht automatisch insolvent, so Habecks nächste Wirtschafts-Weisheit, »aber sie hören vielleicht auf zu verkaufen.«

Das war sogar der regierungstreuen Maischberger zu viel Abgedroschenes. »Wenn ich zwei Monate  nichts verkaufe, dann muss ich Insolvenz anmelden«, warf sie ein.

»Man würde dann insolvent werden, wenn man mit der Arbeit immer größeres Minus macht«, folgte als Antwort Habecks nächste Wirtschafts-Weisheit.

»Es muss nicht automatisch eine Insolvenzwelle geben, aber es kann sein, dass sich bestimmte Geschäfte nicht mehr rentieren« - legt Habeck eine weitere ganz besondere Wirtschafts-Weisheit nach. Es könne sein, dass Betriebe ihre Tätigkeit einstellen.

»Die sind dann pleite, aber nicht insolvent«, fasst die Moderation das Gehaspel und Gestammel Habecks kurz und prägnant zusammen. »Die richtige Antwort ist da noch nicht gefallen bei Ihnen«, hält sie Habeck vor. Der versucht verzweifelt, sich irgendwie noch herauszureden, um sich nicht noch mehr zu blamieren.

Zu spät!

Sven von Storch

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