Pfizer-Chef enttäuscht über schwache Wirkung der dritten Dosis
Pfizer-Chef enttäuscht über schwache Wirkung der dritten Dosis
Datum: 27.01.2022 - 11:28 Uhr
In Israel hat die Mehrheit der Bevölkerung bereits die dritte Spritze genommen und ein Expertengremium hat am Montag empfohlen, dass jeder über 18 eine vierte Spritze erhalten sollte, eine sogenannte »zweite Nachfülldosis«. Gleichzeitig zeigt eine Studie israelischer Forscher, dass nicht einmal vier Spritzen einen ausreichenden Schutz gegen die mittlerweile dominante Virusvariante Omicron bieten.
Als Albert Bourla, CEO von Pfizer, letzten Samstag in einem Fernsehinterview gefragt wurde, ob er von der Wirkung des Impfstoffs in den letzten Monaten enttäuscht sei, gab er zu, dass er es war.
»Waren Sie in diesen Monaten von der Wirkung des Impfstoffs enttäuscht, weil man bei der dritten Impfung dachte, er würde mindestens sechs Monate oder länger schützen?« fragte der Reporter des israelischen Fernsehsenders N12 News.
»Ich bin immer enttäuscht, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns erhofft hatten. Aber wir wissen, dass die Situation mit diesem Virus eine Herausforderung ist. Deshalb unternehmen wir viele Schritte. Im Moment machen wir zum Beispiel Studien mit größeren Dosen, d.h. größeren Mengen an Impfstoff, wir machen Studien mit einem Hybridimpfstoff, gegen Omicron und Delta. Wir wollen alle denkbaren Szenarien abdecken, damit wir schützen können«, antwortete Albert Bourla.
Er sagte auch, er halte es nicht für eine gute Idee, der Bevölkerung alle vier oder fünf Monate Nachfülldosen zu geben. Stattdessen empfahl er, einmal im Jahr Nachfülldosen zu verabreichen, da es dann »leichter sei, die Leute davon zu überzeugen«, die Spritzen zu nehmen.
»Wir werden herausfinden, ob wir einen Impfstoff entwickeln können, der Omikron abdeckt, ohne die anderen Varianten zu vergessen. Das könnte eine Lösung sein«, sagte Bourla.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment