Parlamentsgebäude in Caracas von regierungsnahen Schlägertrupps gestürmt
Parlamentsgebäude in Caracas von regierungsnahen Schlägertrupps gestürmt
Datum: 06.07.2017 - 08:53 Uhr
Nicolás Maduro, sozialistischer Staatschef Venezuelas, rüstet sich offensichtlich für das in der »Internationale« erwähnte »letzte Gefecht«. Seine Macht auf den Straßen des Landes schwindet zusehends, der Rückhalt in der Bevölkerung tendiert gegen Null und er selbst zeigt sich nur noch auf in sicheren Räumen gedrehten Videobotschaften seinen Landsleuten. Jüngster Schachzug Maduros war die Erstürmung des Parlamentsgebäudes in Caracas durch regierungsnahe Schlägertrupps.
Wie »n-tv« berichtet seien mehrere in den Farben der regierenden Sozialisten gekleidete Maduro-Anhänger in den Garten des Parlaments eingedrungen und haben dort Feuerwerkskörper gezündet und auf Oppositionelle eingeprügelt. Dabei wurden fünf Abgeordnete und weitere zwölf Personen verletzt. Anschließend besetzten die Schläger den Eingang des Gebäudes über einen Zeitraum von mehreren Stunden.
Im Parlament dominiert die Opposition, die seit Monaten für eine Amtsenthebung Maduros kämpft. Parlamentspräsident Julio Borges macht Maduro direkt für den Angriff verantwortlich: »Die Gewalt in Venezuela heißt Nicolás Maduro. Wenn sie die Demonstrationen von Tausenden Venezolanern unterdrücken wollen, gelingt ihnen das innerhalb von Sekunden. Wenn es ihre eigenen Leute sind, passiert nichts.«
Maduro selbst spielt den Ahnungslosen und markiert auf dumm. Es handele sich um »seltsame Vorfälle«, die umfassend ermittelt werden. Auf den Vorwurf, dass seine Schlägertrupps, die sogenannten »Colectivos« für den Angriff verantwortlich seien, geht er mit keinem Wort ein.
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