Pakistan hat die Nase von gewalttätigen Afghanen voll
Pakistan hat die Nase von gewalttätigen Afghanen voll
Datum: 05.10.2023 - 11:13 Uhr
Pakistan ist ein ultra-muslimischer Stadt, liegt südöstlich von Afghanistan und hat eine knapp 2.500 Kilometer lange Demarkationslinie mit dem Taliban-Staat. Eine festgelegte Grenze ist das nicht, weil bei der Gründung Pakistans 1947 durch die Abspaltung von Indien die damalige Regierung in Kabul den bis dahin zwischen der Indien beherrschenden britischen Kolonialmacht und Afghanistan geschlossenen Grenzvertrag als hinfällig erklärte. Pakistan stünde nicht in der Rechtsnachfolge der einstigen britischen Kolonialmacht, so die Argumentation aus Kabul. Seitdem kam es immer wieder zu in erster Linie von Afghanistan initiierten Kriegen entlang dieser »Durand-Linie« genannten Grenze (siehe Wikipedia).
Die Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern hielt aber etwa zwei Millionen Afghanen nicht davon ab, nach der Machtübernahme der Taliban in ihrer Heimat Richtung Südosten nach Pakistan zu flüchten. Die Regierung in Islamabad nahm die »Flüchtlinge« zunächst auch wohlwollend auf und versorgte sie mit den Lebensnotwendigen. Das war für Pakistan keine einfache Aufgabe, denn das Land liegt mit einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von umgerechnet 1.564 US-Dollar (Stand 2021) gerade einmal auf Weltranglistenplatz 159!
Diese Gastfreundschaft haben die »Flüchtlinge« allerdings nachhaltig missbraucht. Sie haben Gewalt ins Land gebracht, sagt der pakistanische Innenminister Sarfraz Bugti. Für 14 der insgesamt 24 Selbstmordanschläge, die sich in diesem Jahr bisher in Pakistan ereignet haben, seien »Flüchtlinge« aus Afghanistan verantwortlich. Deshalb müssen 1,7 Millionen Afghanen bis zum Ende dieses Monats das Land verlassen haben. »Die illegalen Einwanderer und illegalen ausländischen Staatsbürger, die sich in Pakistan aufhalten, müssen spätestens am 1. November ausreisen«, sagte Bugti am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Islamabad.
»Sollten sie das Land nicht freiwillig verlassen, werden die Behörden sie abschieben; notfalls mit Gewalt«, so Bugti weiter.
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