Orbáns Friedensmission von EU-Ministern scharf kritisiert
Orbáns Friedensmission von EU-Ministern scharf kritisiert
Datum: 17.07.2024 - 10:22 Uhr
Dass der ungarische Premierminister Viktor Orbán auf eigene Initiative in die Ukraine, nach Russland und China reiste, um Friedensgespräche zu führen, löste bei vielen Regierungen innerhalb der EU und vor allem bei der EU-Kommissionspräsidentin einen Aufschrei aus. Während des Treffens der EU-Finanzminister am gestrigen Dienstag wurde dann auch Orbáns Friedensmisson entsprechend verrissen. Die Finanzminister, auch Lindner, riefen Ungarn, das derzeit die halbjährliche EU-Ratspräsidentschaft innehat, auf, die Ukraine-Hilfen weiter zur Priorität zu machen.
Lindner warf Orbán wörtlich: »Alleingänge« vor und erneuerte die Mär darüber, dass Selenskij im Donbas angeblich die Freiheit verteidige. »Ungarn sollte wissen, dass in der Ukraine die Friedens- und Freiheitsordnung Europas insgesamt verteidigt wird«, sagte Lindner in der öffentlichen Debatte. Auch unter Ungarns Ratsvorsitz müsse dies bis zum Jahresende eine »Top-Priorität« bleiben.
Auch die schwedische Finanzministerin Elisabeth Svantesson kritisierte Orbáns Besuch in Russland. Sie richtete die Kritik direkt an den ungarischen Finanzminister: »Es war heute tatsächlich das erste Mal, dass man wirklich bemerkte, dass ein Land – in diesem Fall Ungarn – den Rest von uns nicht gut repräsentiert. Wenn Sie ein präsidierendes Land sind, reisen Sie nicht nach Russland und sprechen mit Putin. Und die Ukraine sollte auf jeden Fall ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen«, sagt Elisabeth Svantesson. Angeblich hätten »alle anderen Minister des Treffens« ihr zugestimmt, sagt sie.
Tatsächlich legen ALLE Minister der EU und die EU-Repräsentanten bezüglich eines Waffenstillstands oder gar eines Friedens im Donbas die Hände in den Schoß und machen intensiv - NICHTS! Sich dann aber über den einzigen Vertreter eines EU-Mitgliedslandes zu echauffieren, der dem Sterben im Donbas ein Ende setzen will und ihn zu drangsalieren, zu kritisieren und zu maßregeln, ist im hohen Maße schofelig.
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