Orbán sprach mit protestierenden Bauern in Brüssel
Orbán sprach mit protestierenden Bauern in Brüssel
Datum: 05.02.2024 - 09:42 Uhr
Als Viktor Orbán am vergangenen Donnerstag in Brüssel ankam, um am EU-Gipfel teilzunehmen, traf er im Stadtzentrum auf demonstrierende Bauern. Mit den Bauern habe Orbán die Notwendigkeit besprochen, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs der Vertretung des Volkes deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken müssten, sagte der Pressesprecher des Premierministers, Bertalan Havasi, der Nachrichtenagentur MTI.
Orbán schreit zu seinen Gesprächen auf X: »Zurück in #Brüssel. Wir werden uns für die Stimme des Volkes einsetzen! Auch wenn uns die Bürokraten in Brüssel erpressen. #FarmerProtests pic.twitter.com/9Zws6ek9Hc – Orbán Viktor (@PM_ViktorOrban) 31. Januar 2024«
Und weiter sagte Orbán zu Journalisten in Brüssel: »Wir brauchen neue Führungskräfte, eine neue Elite in Europa, die das Volk tatsächlich vertritt. Derzeit wird die Stimme des Mannes auf der Straße – egal ob es um Einwanderung oder den Krieg in der Ukraine geht – nicht ernst genommen. Das bedeute ein Demokratiedefizit.«
Der Platz vor dem Europaparlament in Brüssel war am Donnerstag voller wütender Bauern, die unter anderem Feuer entzündeten und Eier auf das Parlamentsgebäude warfen. Die Bauernproteste gegen die europäische Elite haben sich schnell auf eine Reihe von EU-Ländern ausgeweitet.
Die in Deutschland weit verbreiteten Bauernproteste haben sich in der Zwischenzeit massiv ausgeweitet und auch in Ländern wie Frankreich, Spanien und Belgien demonstriert diese soziale Gruppe nun. Nach Angaben lokaler Medien beteiligten sich rund 1.300 Traktoren an der Protestaktion in Brüssel, deren Mittelpunkt das Europäische Parlament war. »Wenn Sie die Erde lieben, unterstützen Sie diejenigen, die sich um sie kümmern«, hieß es auf einem Banner. Dies geschah zeitgleich mit dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs. Allerdings steht die Frage der Bauernkrise nicht auf der Tagesordnung, sondern das Treffen konzentrierte sich - wieder einmal - auf die Ukraine.
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