Österreich will den Grenzübergang am Brenner abriegeln
Österreich will den Grenzübergang am Brenner abriegeln
Datum: 04.07.2017 - 08:35 Uhr
Im Gegensatz zur Merkel-Regierung hierzulande, die im September 2015 die Personenkontrollen an den deutschen Grenzen rechtswidrig außer Kraft gesetzt hat und lediglich aktuell zum G20-Treffen in Hamburg diese temporär wieder eingeführt hat, macht man in Österreich Nägel mit Köpfen. Im ersten Halbjahr 2017 sind weit über 80.000 Wirtschaftsmigranten über die Mittelmeerroute nach Italien gelangt. Deren Ziel ist die Einwanderung in die Sozialsysteme der mitteleuropäischen Staaten, insbesondere Österreich und Deutschland. Doch in Wien hat man die Nase voll von dieser Invasion und plant, zeitnah den Grenzübergang am Brenner mit mehreren hundert Soldaten abzuriegeln.
Der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) sagte der »Kronen-Zeitung«, er erwarte einen sehr zeitnahen Einsatz der Streitkräfte. 750 Soldaten stünden zur Grenzsicherung bereit. Er halte einen entsprechenden Einsatz des österreichischen Bundesheeres für »unabdingbar, wenn der Zustrom nach Italien nicht geringer wird«.
Die Streitkräfte aus zwei verschiedenen Einheiten seien im Fall der Alarmierung innerhalb von 72 Stunden voll einsatzfähig, so Doskozil weiter. Erste Einheiten könnten im Bedarfsfall sogar deutlich früher am Einsatzort eintreffen. Zu dieser Meldung passt die Nachricht, dass das österreichische Verteidigungsministerium bereits am Sonntag erstes schweres Gerät nach Tirol verlegen ließ. Darunter sind auch vier Pandur-Radpanzer zum Absperren von Straßen im Grenzgebiet auf dem Brenner.
Auch der Nauders-Reschenpass im Westen Österreichs wie der Übergang Sillian in Osttirol sollen im Einsatzfall abgeriegelt und durch Soldaten der Bundesarmee verstärkt werden.
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