Norwegen stoppt Biokrafstoffe aus Palmöl
Norwegen stoppt Biokrafstoffe aus Palmöl
Datum: 11.06.2019 - 11:55 Uhr
Manche Ideologie der Grünen wirkt wenig bis gar nicht durchdacht, wird aber durch den gezielten Einsatz von Propaganda bestimmter Lobbygruppen, wenn nötig auch mit Zwang, durchgesetzt. So wie es jetzt mit der E-Mobilität versucht wird, trotz der beschriebenen Folgen für die indigenen Völker in Südamerika, der Kindersklavenarbeit in Zentralafrika und der Vernichtung großer Landflächen in China, haben die Grünen vor ein paar Jahren die Palmöl-Ideologie massiv voran getrieben.
Palmöl sollte dem Biokraftstoff beigemischt werden; angeblich sei es CO2-neutral und würde so die Umwelt nicht belasten. Denkbar, dass es CO2-neutral ist (wobei Experten auch diese Behauptung in Frage stellen); Fakt aber ist, dass es die Umwelt extremst belastet. Nicht hier in Deutschland, wo die Grünen auf Kosten von Mensch, Tier und Natur in anderen Ländern ihr ökologisches Bewusstsein befriedigen. Aber vor Ort, in den Ländern, wo Palmöl gewonnen wird, werden Landstriche verwüstet und der Lebensraum ohnehin bedrohter Tierarten weiter begrenzt, wenn nicht sogar vernichtet.
Große Palmöl-Plantagen gibt es auf Borneo (zu Indonesien gehörend). Dort wurde der Regenwald dermaßen zerstört, dass der Lebensraum für den bedrohten Borneo-Orang-Utan (Orang-Utan heißt »Waldmensch«) fast vollständig vernichtet ist. Die grüne Ideologie des Billig-Öls ist maßgeblich verantwortlich für die unwiderbringliche Vernichtung einer den Menschen biologisch sehr nahestehenden Art.
Im norwegischen Parlament gibt es offensichtlich Menschen mit größerem Weitblick als im deutschen Bundestag. Die Norweger haben ein Importverbot für Biokraftstoffe aus Palmöl verhängt. Die Schadstoffbelastung bei der Produktion des Biokraftstoffes ist deutlich höher als bei der Produktion von Kraftstoff aus fossilen Energieträgern (Indonesien steht auf Rang vier der Liste der größten Verursacher von klimaschädlichen Schadstoffemissionen) und der Lebensraum der Orang-Utans soll und muss erhalten bleiben, so die Argumentation.
Das Gesetz, welches Ende 2018 auf den Weg gebracht wurde, wurde jetzt vom Parlament mit großer Mehrheit verabschiedet.
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