Norwegen erkennt Palästina als eigenständigen Staat an
Norwegen erkennt Palästina als eigenständigen Staat an
Datum: 28.05.2024 - 08:48 Uhr
Grundsätzlich hat laut der Charta der Vereinten Nationen jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung. Es besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies schließt seine Freiheit von Fremdherrschaft ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht ermöglicht es einem Volk, eine Nation respektive einen eigenen nationalen Staat zu bilden oder sich in freier Willensentscheidung einem anderen Staat anzuschließen. Klingt gut, ist aber nur blasse Theorie.
Denn schon beim Begriff »Volk« scheiden sich die Geister. Den Kosovaren sprachen die Mitgliedsländer der UN im Frühjahr 2008 die Unabhängigkeit zu, die Kurden warten seit 1919 auf eine solche Anerkennung. Russland erkannte die Unabhängigkeitserklärungen der beiden Republiken Donezk und Luhansk aus dem April 2014 an und kam den sich seitdem im Freiheitskampf gegen die ukrainischen Besatzungstruppen befindlichen Freischärlern zu Hilfe. Der Wertewesten erkannte diese Unabhängigkeitserklärungen nicht an und lässt seine Repräsentanten und Medien seitdem von einem angeblichen Angriffskriegs Putins schwadronieren.
Drei europäische Nationen lassen aktuell aufhorchen, weil sie Palästina als eigenständigen Staat anerkennen wollen respektive im Falle Norwegens das bereits getan haben. Die Republik Irland und Spanien wollen nachziehen. Das ist im Grunde genommen nicht sonderlich erwähnenswert, denn von den 193 Mitgliedsländern der UN haben bereits seit geraumer Zeit fast 150 von ihnen Palästina als eigenständigen Staaten anerkannt. Geändert an der Situation vor Ort hat sich allerdings trotzdem nichts.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment