Northvolt meldet Insolvenz an
Northvolt meldet Insolvenz an
Datum: 12.03.2025 - 10:28 Uhr
Der Kinderbuchautor, der sich als deutscher Wirtschaftsminister versuchen durfte, hatte einige Prestigeobjekte. Die aber stellten sich samt und sonders als Rohrkrepierer allererster Ordnung dar. Das wäre vielleicht nicht weiter schlimm gewesen, aber jener politische Selbstdarsteller griff erst mit beiden Händen zur Finanzierung seiner Prestigeobjekte in den Geldbeutel der deutschen Steuerzahler, um hinterher feststellen zu müssen, dass seine Projekte alle ein Griff ins Klo waren; ebenfalls mit beiden Händen und bis zum Ellenbogen.
Am gestrigen Dienstagabend fand eine außerordentliche Vorstandssitzung statt, bei der Berichten zufolge die Frage des Konkurses das Hauptdiskussionsthema war. Einer Quelle von Ekot zufolge wird das Unternehmen am Mittwoch Insolvenz anmelden – sofern nicht ein »Wunder« geschieht. Dies bedeutet, dass derzeit rund 5.000 Arbeitnehmer in Schweden vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht sind. Der Pressesprecher von Northvolt hat sich jedoch entschieden, die Informationen nicht zu kommentieren, berichtet SVT Nyheter.
Das Unternehmen, das lange als Schlüsselakteur der »grünen Wende« galt, steckt seit einiger Zeit in finanziellen Schwierigkeiten. Im September 2024 wurden 1.600 Mitarbeiter entlassen, im November desselben Jahres trat Gründer Peter Carlsson als CEO zurück. Kurz darauf beantragte Northvolt in den USA einen Sanierungsantrag nach dem US-amerikanischen Verfahren Chapter 11 – der letzte Ausweg für verschuldete Unternehmen. Obwohl Northvolt Investitionen in Höhe von über 10 Milliarden Euro erhielt, unter anderem von Goldman Sachs, Volkswagen und eingangs erwähnten Kinderbuchautor, verlor das Unternehmen weiterhin Geld. Die Schulden belaufen sich mittlerweile auf über 8 Milliarden Dollar, und das Unternehmen konnte seine Produktion nicht im versprochenen Tempo steigern.
Das Unternehmen erhielt zudem starke Unterstützung von der schwedischen Regierung und der EU (wovon jeder vierte Euro aus den Geldbeuteln der deutschen Steuerzahler stammt), die Subventionen und Milliarden von Euro investierten, um das Klimaprojekt am Leben zu erhalten.
Der Lkw-Hersteller Scania, bislang einer der wichtigsten Kunden von Northvolt, hat sich nun dazu entschieden, sich Batterielieferungen von anderen Anbietern zu sichern. »Wir haben mehr Batterien erhalten, als wir benötigen, und einen Vorrat angelegt«, sagt Scanias Kommunikationsmanager Erik Bratthäll gegenüber SVT. Scania möchte sich zu den kursierenden Informationen über eine Insolvenz allerdings nicht äußern.
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