Nordkorea hat Interkontinentalrakete getestet
Nordkorea hat Interkontinentalrakete getestet
Datum: 04.07.2017 - 09:04 Uhr
Kim Jong-Un scheint einen unsäglichen Spaß daran zu haben, den Rest der Menschheit gegen sich und sein quasi isoliertes Land aufzubringen. Trotz zahlreicher UN-Resolutionen, die Nordkorea und seinem Machthaber weitere Raketentests untersagt haben, hat der Machthaber persönlich den erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete überwacht. Laut Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums, welches den Abschuss ebenfalls verfolgen konnte, flog das Geschoss etwa 40 Minuten lang in einer Höhe von über 2.500 Kilometern und legte dabei rund 900 Kilometer zurück, bevor es ins Meer stürzte.
Die Sprecherin des nordkoreanischen Staatsfernsehens teilte mit, dass die Rakete vom Typ Hwasong-14 eine Höhe von 2.800 Kilometern erreicht und sein Ziel nach genau 39 Minuten Flugzeit präzise getroffen habe. Die »demokratische Volksrepublik Korea« habe die Fähigkeit, überall auf der Welt Ziele mit Raketen zu treffen, heißt es im Wortlaut der Meldung.
Dass der Test international Empörung ausgelöst hatte, scheint Kim Jong-Un nicht sonderlich zu berühren. Seit Monaten schon provoziert der verhaltensauffällige »Oberste Führer« nicht nur seine Nachbarn Südkorea und Japan mit seinen Tests. Auch die USA hatten bereits mehrfach eindeutige Warnungen in Richtung Pjöngjang abgegeben und selbst der bis dato einzige Verbündete, die Volksrepublik China, rückt deutlich von Nordkorea ab.
Es ist zu erwarten, dass im Rahmen des in der kommenden Woche stattfindenden G20-Gipfels US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi Jinping sich zu einer Aussprache über Nordkorea treffen werden.
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