Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

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Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab
Datum: 12.07.2023 - 09:41 Uhr

Im Fernen Osten, im hermetisch abgeriegelten kommunistischen Nordkorea tut sich was; allerdings nichts Gutes. Der diktatorische Machthaber Kim Jong Un hat zum wiederholten Male eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete unbekannten Typs flog über eine Stunde, hatte eine Reichweite von ungefähr 1.000 Kilometern und stürzte dann kontrolliert knapp außerhalb der japanischen Wirtschaftszone ins Meer, berichtet der japanische Fernsehsender NHK. Dessen Informationen zufolge soll die Rakete geeignet sein, atomare Sprengköpfe zu transportieren. Es war der zwölfte Raketenstart Nordkoreas in diesem Jahr, erstmals wurde dabei auch eine Interkontinentalrakete mit festem Brennstoff getestet. Die Interkontinentalraketen können Gebiete auf dem nordamerikanischen Festland erreichen, darunter auch US-Großstädte wie Seattle.

Die Kommunisten in Pjöngjang suchen die Schuld für die Verschärfung der Situation wie immer bei den anderen. Südkorea sei dafür verantwortlich, weil es die geplante Stationierung eines US-Atom-U-Boots in Südkorea zulassen wolle. Außerdem drohte man mit dem Abschuss von US-Spionageflugzeugen. Zwei Mal sei eine solche Maschine in den Luftraum über der nordkoreanischen exklusiven Wirtschaftszone eingedrungen, jedoch vertrieben worden. Die US-Luftwaffe riskiere mit solchen Flügen einen »Unfall« wie etwa den »Absturz von strategischen Aufklärungsflugzeugen«, sagte dazu ein Sprecher des nordkoreanischen Verteidigungsministeriums.

Nordkorea entwickelt ein eigenes Raketen- und Atomwaffenprogramm. Selbst die kommunistische chinesische Zentralregierung in Peking kriegt Kim Jong Un nicht mehr eingefangen. Nordkorea ist zu einem unberechenbaren, extrem gefährlichen Faktor für den Weltfrieden geworden. Aber die NATO weigert sich, das entsprechend anzuerkennen und adäquat zu handeln. Stattdessen will man seitens der NATO weiterhin den Menschen auf unserem Erdball weismachen, Putin sei die größte Gefahr. Solange die NATO sich weigert, die Augen für die wirklichen Gefahren zu öffnen, wird Kim Jong Un weitermachen und eine Rakete nach der anderen ins Meer jagen - oder eben auch auf bewohnte Ziele.

Sven von Storch

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