Norbert Hofer siegt im TV-Duell gegen Van der Bellen

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Norbert Hofer siegt im TV-Duell gegen Van der Bellen
Datum: 02.12.2016 - 10:30 Uhr

Norbert Hofer, FPÖ-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten in Österreich, gilt als volksnah und Mann der klaren Worte. Das stellte er im letzten TV-Duell zwischen ihm und seinem angeblich »unabhängigen« Kontrahenten Alexander Van der Bellen nachdrücklich unter Beweis. Während der von den Grünen in Österreich unterstütze Van der Bellen in der Sendung des ORF »in der Art eines Professors abstrakt vor sich hin philosophiert« habe (Medientrainer Gerald Gross), sei Hofer emotional und direkt aufgetreten. Damit habe Hofer gegenüber Van der Bellen den Vorteil gehabt, als »normaler Familienmensch« zu erscheinen und nicht wie letztgenannter als »Mitglied des politischen Establishments«.

Zur Wiederholung der Stichwahl zum Bundespräsidenten Österreichs kam es nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts des Landes. Dieses sah es als erwiesen an, dass es bei der Auszählung der Wahlkarten (Briefwahlstimmen) zu massiven »Unregelmäßigkeiten« gekommen ist. Nach Auszählung der in den Wahllokalen abgegebenen Stimmen, bei denen auch Wahlbeobachter anwesend waren, hatte FPÖ-Kandidat Hofer noch in Führung gelegen. Nach der Auszählung der Wahlkarten am nächsten Tag(!), teilweise ohne Zulassung von Wahlbeobachtern, teilweise außerhalb des für die Auszählung vorgesehen Zeitfensters, hatte sich das Ergebnis gedreht. Der von den Altparteien und den Mainstreammedien des Landes bevorzugte und protegierte Van der Bellen sollte plötzlich 31.000 Stimmen mehr auf sich vereinbart haben als Hofer.

Die FPÖ ging gegen dieses »Wahlergebnis« vor und legte Rechtsmittel ein. Der Aufschrei, auch in Deutschland, war erwartungsgemäß groß. In den Mainstreammedien beider Länder war sofort von »Verschwörungstheorien« die Rede. Fakt ist jedoch, dass es während der Auszählung der Wahlkarten zu Unregelmäßigkeiten kam (das Verfassungsgericht unterließ es, den Begriff Manipulation zu verwenden) und somit die Wahl zu annullieren war.

Vermutlich aufgrund der Erfahrungen aus den Ereignissen rund um diese Auszählung und dem grandiosen Scheitern bei den Prognosen zur US-Wahl halten sich die deutschen Medien bezüglich der nun stattfinden Stichwahl in Österreich deutlich zurück. Ihr Renommee ist aktuell ohnehin derart ramponiert, dass sie eine weitere Pleite in der Berichterstattung gerne tunlichst vermeiden wollen.

Sven von Storch

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