Nigel Farage_ Der Umschwung ist noch nicht vorüber
Nigel Farage_ Der Umschwung ist noch nicht vorüber
Datum: 08.12.2016 - 08:54 Uhr
Nigel Farage hat, so schreibt es die »Welt« in einem Interview mit dem Initiator des Brexit, Feierlaune. Er, Farage, bezeichnet den Ausgang des italienischen Referendums als »eine ganze Salve gegen das Pro-EU-Establishment«. Nach dem Brexit, der der erste Stein war, »der aus der Mauer brach«, und dem Sieg von Trump, setzt die Niederlage Renzis den Umbruch fort.
Die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega Nord haben in Italien wegen der Politik der EU in den vergangenen fünf Jahren erheblich an Zustimmung gewonnen. »Der Widerstand gegen die Brüsseler Kontrolle wächst von Woche zu Woche«, sagt Farage. Diese Politik habe für Armut und Arbeitslosigkeit im Land gesorgt. Er, Farage, gehe von baldigen Neuwahlen und einem Anwachsen der Euro-skeptischen Parteien in Italien aus.
Italien solle die EU und die Euro-Zone verlassen und anstatt Geld nach Brüssel zu schicken, dieses verstärkt in die eigene Wirtschaft und Projekte investieren, »die zu seinem eigenen Nutzen wäre.« Insbesondere aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit geht Farage davon aus, dass eine solche Entscheidung von der Jugend sehr positiv aufgenommen würde.
Statt einer politischen Union regt Farage ein Modell an, wie es der Europarat zuvor war: souveräne Regierungen setzen sich gemeinsam an einen Tisch und einigen sich auf etwas, das dem allgemeinen Interesse entspricht. Die EU jedoch drückt den Staaten Gesetze auf, »die viele Demokraten als inakzeptabel ansehen.«
Das ganze Interview mit Nigel Farage hier: Der Brexit war der erste Stein, der aus der Mauer brach
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