Neokonservative in den USA kritisieren Militärhilfe für die Ukraine

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Neokonservative in den USA kritisieren Militärhilfe für die Ukraine
Datum: 14.06.2022 - 09:00 Uhr

Ausgerechnet die Heritage Foundation, eine neokonservative Denkfabrik in den USA, die bisher unumstößlich hinter sämtlichen Auslandseinsätzen des US-Militärs stand, verweigert der Biden-Administration bei der Militärhilfe für die Ukraine die Gefolgschaft. »Das vorgeschlagene Hilfspaket für die Ukraine nimmt das Geld für die dringendsten Bedürfnisse des amerikanischen Volkes weg und schickt leichtfertig unsere Steuergelder an einen unverantwortlichen ausländischen Staat«, sagte Jessica Anderson, die leitende Direktorin von Heritage Action, einer Schwesterorganisation der Heritage Foundation, unmittelbar vor der Abstimmung des US-Repräsentantenhauses über ein weiteres militärisches Hilfspaket für die Ukraine.

Im vergangenen April hatte die Biden-Administration ein 13-Milliarden-US-Dollar schweres Paket für die Ukraine durch den Kongress gedrückt. Bereits damals kritisierte die Heritage Action, dass dieses Paket Amerika an die letzte Stelle stellt; ganz anders, als es Donald Trump mit seinem Motto »America first« tat.

Auch Kevin Roberts, der Präsident der Heritage Foundation, geht mit der Biden-Administration bezüglich der Ukraine-Politik scharf ins Gericht: »Die Zustimmung des Kongresses zu einem überzogenen und übereilten Hilfspaket für die Ukraine in der vergangenen Woche hat gezeigt, wie weit unsere Politiker von ihren Bürgern und unseren Problemen entfernt sind.«

Thomas Graham, einer der führenden US-Experten für Russland und Vizepräsident von Kissinger Associates, hat den Vorschlag seines Chefs Henry Kissinger, den dieser in Davos machte, noch einmal aufgenommen und eine Formel vorgeschlagen, mit der »die Sicherheitsbedürfnisse Russlands, der Ukraine, der NATO-Länder und der Vereinigten Staaten erfüllt werden könnten.«

Sven von Storch

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