NATO-Manöver beendet, fünf Korridore für den Ernstfall festgelegt

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NATO-Manöver beendet, fünf Korridore für den Ernstfall festgelegt
Datum: 05.06.2024 - 10:12 Uhr

Altparteienpolitiker und die sich ihnen unterworfen habenden Medien verbreiten nach wie vor die Falschbehauptung und die Mär, Selenskij würde sich gegen Russland verteidigen. Tatsache aber ist, dass 2014 die ukrainische Nationalarmee die sich für unabhängig erklärt habenden Nachbarrepubliken Luhansk und Donezk überfallen hat, dort einmarschiert ist und zerstört, vernichtet und getötet hat. Die Ukraine war nach der Osterweiterung der NATO der nächste Schritt in den globalen Expansionsplänen des Kriegsbündnisses, die mit massiver Unterstützung aus Washington finanzierte sogenannte »Maidan-Revolution« war der Ausdruck dieser Pläne. Die sind aber nicht so aufgegangen, wie es sich die Kleinfeld-Strategen in ihrem stillen Kämmerlein auf dem Reißbrett ausgemalt haben.

Die kriegerische Geschichte der USA zeigt, dass, wann immer ein Plan nicht so funktioniert wie er soll, sehr schnell die militärische Karte gezogen wird. Im Donbas scheitern die bisher gefassten Pläne grandios, wie sich jeden Tag zeigt. Also kommt nun »Plan B«. Genau dafür wurde das Manöver »Steadfast Defender« mit über 90.000 Soldaten in Osteuropa, also direkt an der Grenze zu Russland, durchgeführt.

Die wichtigste Erkenntnis hieraus ist die Festlegung von fünf sogenannten Korridoren, über die US-Truppen aus der Heimat schnell quer durch Europa an die Grenze zu Russland gebracht werden können. Besonders eingebunden wird auch Deutschland mit seiner (trotz Habecks Vernichtungsversuchen) immer noch relativ guten Verkehrsinfrastruktur sein. Der Korridor Eins sieht vor, dass US-Streitkräfte in Häfen der Niederlande und deutschen Nordseehäfen aus den Transportschiffen entladen werden und dann per Bahn quer durch Deutschland und Polen bis unmittelbar an die Grenze zu Weißrussland respektive die Enklave Königsberg verbracht werden (siehe Bericht Telegraph).

Von großer Bedeutung ist auch Korridor 5 (Nordeuropa). Die US-Streitkräfte werden in Norwegen an Land gehen und über Schweden bis an die finnisch-russische Grenze verlegt werden. Die ist die längste gemeinsame Landesgrenze Russlands mit einem NATO-Mitgliedsland.

Die drei Korridore in Südeuropa (Landung in Italien, Griechenland und der Türkei) sind als Ersatz für den Korridor 1 vorgesehen, falls die dortigen Häfen zerstört sind. Sie können aber auch dafür genutzt werden, um US-Einheiten in die Ukraine zu verlegen.

Am Reißbrett bereitet sich die NATO also definitiv auf einen Krieg gegen Russland vor - und wir werden mittendrin stehen.

Sven von Storch

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